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Home News Kriminalität & Recht Aum-Splittergruppen sollen in Japan weiter überwacht werden

Einfluss des Aum-Sektenführers immer noch groß

Aum-Splittergruppen sollen in Japan weiter überwacht werden

Japans Geheimdienst für öffentliche Sicherheit (kōanchōsa-chō) beantragte am Montag eine Verlängerung der Überwachungsfrist für drei Splittergrupen, die aus dem Aum Shinrikyo-Kult hervorgegangen sind.

Der Geheimdienst reichte den Antrag bei der Prüfungskommission für öffentliche Sicherheit ein, da die derzeitige Überwachung im Januar 2021 ausläuft.

Erster Antrag auf Verlängerung der Überwachung für die Splittergruppen

Bei den drei Gruppen handelt es sich um Aleph, die Nachfolgeorganisation von Aum, Hikari no Wa, die eine Splittergruppe von Aleph ist, und eine weitere Gruppe, die sich 2015 von Aleph abspaltete, Yamadara no Shudan, die hauptsächlich aus weiblichen Mitgliedern besteht.

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Der Antrag auf eine Verlängerung ist der Erste, seit der ehemalige Aum-Führer Chizuo Matsumoto, damals 63, im Juli 2018 wegen einer Reihe von Verbrechen hingerichtet wurde, darunter ein Anschlag mit dem Nervengas Sarin auf das U-Bahn-System in Tokyo im Jahr 1995.

Die Verlängerung des Überwachungszeitraums wird es den Behörden ermöglichen, die Einrichtungen der Gruppen drei weitere Jahre lang vor Ort im Auge zu behalten.

Einfluss des Aum-Sektenführers weiterhin stark

Der Geheimdienst wies darauf hin, dass die drei Gruppen noch immer unter dem starken Einfluss des ehemaligen Sektenführers Matsumoto stehen, der sich Shoko Asahara nannte. Die Mitglieder befolgen Prinzipien, die auf den Doktrinen der Aum beruhen, darunter auch Mord.

Laut des Geheimdienstes sind die Mitglieder auch nach der Hinrichtung von Matsumoto ihm treu ergeben bleiben und an den Aktivitäten der drei Splittergruppen habe sich nichts geändert.

Die Gruppen haben zusammen etwa 1.650 Anhänger in Japan und etwa 130 in Russland. Laut der Behörde besitzen sie 31 Einrichtungen in 15 der 47 Präfekturen des Landes.

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