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Flugblätter und Hotline sollen Betrug vorbeugen

Behörden verstärken Maßnahmen gegen Impfbetrug in Japan

Da der Impfbetrug seit dem Beginn der Covid-19-Impfungen in Japan immer weiter zunimmt, verstärken die Behörden nun ihre Maßnahmen.

Anfang des Monats richtete die Verbraucherschutzbehörde (Consumer Affairs Agency) eine Hotline ein, die sich ausschließlich mit Anfragen zu Betrug mit dem Coronavirus-Impfstoff befasst.

Flugblätter und Hotline gegen Impfbetrug

Auch das Metropolitan Police Department verteilt Flugblätter, die vor verdächtigen Anrufern warnen, die sich als Beamte ausgeben und versuchen, ältere Menschen dazu zu bringen, für einen frühzeitigen Zugang zu Impfungen zu bezahlen.

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Japan begann mit den Covid-19-Impfungen in der letzten Woche. Medizinisches Personal wird im Land zuerst geimpft. Die Betrüger zielen daher darauf ab, dass sie mit dem Versprechen, dass eine Person in der Reihenfolge nach oben klettert, Geld zu kassieren.

Die Betrugsmasche wurde zuerst im Januar aufgedeckt, noch werden allerdings wenig Fälle gemeldet und die Consumer Affairs Agency versucht mit ihren Maßnahmen vorzubeugen.

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Der Zweck der Hotline sei daher in erster Linie die Abschreckung vor Betrugsversuchen, die auf die zu impfenden Personen abzielen.

Telefonanrufe besonders beliebt

Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Verbraucherangelegenheiten in Japan könnten Betrugsversuche, die aus der Einführung des Impfstoffs Kapital schlagen, über Telefonanrufe oder Textnachrichten erfolgen.

In einem vom Zentrum zitierten Beispiel rief ein selbst ernannter Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens eine ältere Frau an und forderte sie auf, 100.000 Yen auf ein Bankkonto zu überweisen, damit sie für die Impfung bevorzugt werden könne. Der Anrufer versicherte ihr, dass sie das Geld später zurückerhalten würde, aber als ihre Tochter zurückrief, um die Identität des Anrufers zu bestätigen, war die Leitung tot.

In einem anderen Fall kam eine verdächtige Textnachricht mit dem Namen eines Kabinettsministers auf dem Telefon eines Mannes an, in der er aufgefordert wurde, einen Link anzuklicken, mit dem Versprechen, dass er bei dem Impfprogramm bevorzugt behandelt würde.

Interpol warnt vor weltweiten Impfbetrug

Ein Sprecher der Consumer Affairs Agency sagte, dass alle Telefonanrufe oder E-Mails, die einen dazu ermutigen, Geld für angebliche Vergünstigungen beim Impfprogramm zu überweisen, garantiert versuchter Betrug sind.

„Da jede Gemeinde bereits eine Datenbank mit den Einwohnern hat, die für eine Impfung infrage kommen, würden die Beamten die Impfung niemals als Vorwand nutzen, um jemanden anzurufen und sich nach seinen persönlichen Daten zu erkundigen“, so der Sprecher.

Impfbetrug ist aktuell ein weltweites Problem. Interpol gab im Dezember eine Mittelung heraus, in der sie 194 Länder davor warnt, sich auf Betrüger vorzubereiten.

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