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Datenaustausch zwischen den Präfekturen soll ermöglicht werden

Datenbank soll in Japan Sexualstraftäter davor abhalten als Babysitter zu arbeiten

Das japanische Gesundheitsministerium kündigte an, eine Datenbank einzurichten, in der Sexualstraftäter, die als Babysitter tätig sind, aufgelistet werden, um Eltern die Möglichkeit zu geben, sich vorher zu informieren.

Der Plan zur Einrichtung der Datenbank, die voraussichtlich im April eingeführt wird, ist eine Reaktion auf den Fall von zwei Männern, die mit einer Babysitter-Matching-App registriert waren und Anfang dieses Jahres verhaftet wurden, weil sie Kinder unter ihrer Obhut sexuell missbraucht hatten.

Zentrale Datenbank soll Austausch zwischen den Präfekturen ermöglichen

Babysitter, ob sie nun unabhängig oder über eine Agentur arbeiten, sind gesetzlich verpflichtet, sich entweder bei der Präfektur oder der Stadt, in der sie arbeiten, zu registrieren.

Mehr zum Thema:  Japanische Babysitteragentur verbietet Männer nach pädophilen Vorfällen

Da es jedoch kein zentralisiertes System gibt, über das die Kommunen Informationen über Babysitter austauschen können, die wegen sexueller Übergriffe verurteilt wurden, können sie einfach in eine andere Stadt ziehen und wieder mit Kindern arbeiten.

Die Datenbank würde Babysitter auflisten, die wegen sexueller Übergriffe angeklagt wurden und dann ihren Status aktualisieren, wenn jemand verurteilt wird und eine behördliche Anordnung erhält, die Arbeit einzustellen.

Daten sollen auch Arbeitgebern und App-Betreibern zur Verfügung gestellt werden

Die Datenbank soll von den Kommunen genutzt werden, allerdings erwägt das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt, sie Arbeitgebern und Betreibern von Matching-Apps zur Verfügung zu stellen, damit sie keine Sexualstraftäter einstellen.

Das Gesundheitsministerium denkt auch darüber nach, einen Teil der Datenbank auf dem Kinderbetreuungsportal Kokodesearch der japanischen Regierung für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Selbst wenn die Informationen über Babysitter auf dem Portal hochgeladen werden, werden die Informationen über verurteilte Babysitter wahrscheinlich auf behördliche Anordnungen beschränkt bleiben, wobei Einzelheiten des sexuellen Übergriffs aus Datenschutzgründen weggelassen werden.

Die Nachfrage nach Babysittern nimmt in Japan zu, da immer mehr Frauen in das Berufsleben eintreten, während die Kinderkrippen Mühe haben, den wachsenden Bedarf an Kinderbetreuung zu decken.

Die japanische Regierung will den Anteil der berufstätigen Frauen bis 2025 von derzeit 77 Prozent auf 82 Prozent zu erhöhen, obwohl im April dieses Jahres mehr als 12.000 Kinder aufgrund mangelnder Verfügbarkeit keine Kinderkrippe besuchen konnten.

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