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HomeNewsKriminalität & RechtDie Polizei von Tokyo nimmt große Betrüger-Gruppe fest

Verdächtige wurden auf den Philippinen festgehalten

Die Polizei von Tokyo nimmt große Betrüger-Gruppe fest

Telefonbetrug ist in Japan weiterhin ein großes Problem. Der Polizei von Tokyo gelang kürzlich ein Durchbruch bei den Ermittlungen und sie konnten eine Betrüger-Gruppe festnehmen.

Wie die Polizei bekannt gab, konnten sie zehn Japaner wegen des Verdachts auf Telefonbetrug in Japan festgenommen. Sie sollen Teil einer Betrüger-Gruppe aus den Philippinen sein, wo sie bereits wegen der Pandemie 20 Monate inhaftiert waren.

Philippinische Behörden ließen die Gruppe auffliegen

Am Donnerstag kamen die Verdächtigen am Flughafen Narita an und wurden sofort in Gewahrsam genommen, nachdem sie auf das Coronavirus getestet wurden.

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Die Polizei geht davon aus, dass die Betrüger 2019 einen betrügerischen Anruf von den Philippinen aus an eine Frau in den 60ern getätigt haben. Sie gaben sich dabei als Polizisten aus und versuchten ihr so Geld zu entlocken. Am Ende erbeuteten sie fünf Cash Cards, die ein Komplize für sie in Japan von der Frau abholte.

Der Betrug blieb jedoch nicht unbemerkt und November 2019 durchsuchten philippinische Behörden ein Gebäude in der Hauptstadt Manila, in dem die Gruppe angeblich den Telefonbetrug betrieben hatte. Auf zwei Etagen arbeitete die Gruppe und es wurde miteinander gewetteifert, wer am meisten betrügen könnte.

Die Taktik war von ihnen dabei immer die gleiche. Sie teilten am Telefon mit, dass der Namen des Angerufenen auf einer Liste von festgenommenen Betrugsverdächtigen steht. Um die Angelegenheit zu klären sollen die Opfer einen bestimmten Betrag von Form Cash Cards bezahlen.

Weitere mögliche Betrüger sollen nach Japan gebracht werden

Diese wurden dann von anderen Betrügern in Japan abgeholt, die sich meistens Beamte des Finanzministeriums ausgaben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mitglieder einen Teil des erschwindelten Geldes bekamen und zusätzliche Belohnungen, wenn sie besonders gute Leistungen erbrachten.

Insgesamt 36 Japaner wurden festgenommen und in eine Hafteinrichtung der Einwanderungsbehörde gebracht. 18 von ihnen wurden bereits letzten Februar an Japan ausgeliefert und verurteilt. Die noch verbliebenen acht Personen sollen auch demnächst in ihre Heimat zurück, um die Ermittlungen weiterzuführen.

Im Jahr 2019 wurden landesweit mehr als 2.000 Telefonbetrugsfälle identifiziert, bei denen sich Personen als Polizisten oder Beamte des Finanzministeriums ausgaben. Es entstand dabei ein Schaden von mehr als 30 Millionen Dollar (ca. 25,4 Millionen Euro). Der Betrug über Banküberweisungen ist dabei besonders beliebt.

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