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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtDreijährige stirbt in Japan an Hitzschlag, nachdem sie im Kindergartenbus vergessen wurde

Das Kind wurde wahrscheinlich im Bus vergessen

Dreijährige stirbt in Japan an Hitzschlag, nachdem sie im Kindergartenbus vergessen wurde

In der japanischen Präfektur Shizuoka durchsuchte die Präfekturpolizei am Morgen des 6. Septembers einen Kindergarten in Makinohara, nachdem ein bewusstloses dreijähriges Kind in einem Schulbus gefunden worden war. Das kleine Mädchen ist inzwischen verstorben und die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf berufliche Fahrlässigkeit mit Todesfolge.

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Die Polizei geht aktuell davon aus, dass das Kind am 5. September nach der Ankunft des Busses um ca. 8:50 Uhr morgens nicht aus dem Bus geführt wurde. Erst um 14:10 Uhr wurde das Mädchen von einem Angestellten gefunden. Die Dreijährige befand sich immer noch in dem Bus, der auf einem Parkplatz vor dem Kindergarten abgestellt worden war.

Niemand stellte ihren Ausstieg sicher

Als der Bus an diesem Morgen zum Kindergarten fuhr, befanden sich acht Personen an Bord. Sechs Schulkinder, der Busfahrer und eine Aushilfskraft. Gesteuert wurde der Bus vom 73-jährigen Vorstandsvorsitzenden des Kindergartens. Der Grund: Der eigentliche Fahrer hatte sich an diesem Tag kurzfristig freigenommen.

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Sowohl der Vorstandsvorsitzende, der den Bus gefahren hatte, als auch die Aushilfskraft gaben später gegenüber der Polizei an, dass sie sich nicht daran erinnern könnten, ob sie sich vergewissert hätten, dass das Mädchen aus dem Bus ausgestiegen ist.

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Die Polizei hält es angesichts der hohen Temperaturen an diesem Tag in der Region für wahrscheinlich, dass das Mädchen während seiner Zeit im Bus einen Hitzschlag erlitten hat.

Kein Einzelfall

Erst im Juli 2021 ereignete sich in der Präfektur Fukuoka eine ähnliche Tragödie. In Nakama befand sich ein fünfjähriger Junge von morgens bis abends in einem überhitzten Kindergartenbus. Er erlitt einen Hitzschlag und verstarb an dessen Folgen.

Nach diesem Vorfall gaben das Bildungsministerium, das Gesundheitsministerium und das Kabinettsbüro im August letzten Jahres gemeinsam eine Mitteilung an Präfekturen und Gemeinden über den sicheren Betrieb von Schulbussen heraus.

Lokale Behörden, Kinderkrippen, Kindergärten und registrierte „kodomoen“-Zentren wurden aufgefordert, Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit von Schulkindern in Schulbussen zu ergreifen.

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