Anzeige
HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtEhemaliges japanisches Idol wegen Betrugs verhaftet

Falsche Versprechungen an Studentin

Ehemaliges japanisches Idol wegen Betrugs verhaftet

In Japan ist ein 22-jähriges ehemaliges Boyband-Mitglied wegen Betrugs verhaftet worden. Der Mann wurde mit einem weiteren Mann gemeinsam am 5. Januar in Haft genommen, da sie einer Studentin falsche Versprechungen gemacht haben.

Anzeige

Dabei soll bei der Studentin ein Schaden von 16 Millionen Yen (etwa 121.000 Euro) entstanden sein. Die beiden Männer hatten ihr unter anderem versprochen, sie bekannten Entertainern vorstellen zu können.

Nicht die erste Verhaftung des Idols

Das Polizeirevier Toyokawa der Präfektur Aichi verhaftete das ehemalige Mitglied der Idolgruppe Junon Superboy Anothers, das inzwischen in Osakas Bezirk Yodogawa lebt und einen 26-jährigen, der sich als Geschäftsinhaber bezeichnet und ebenfalls in Osaka lebt.

LESEN SIE AUCH:  Japaner gibt vor Idol-Scout zu sein – Wird wegen Entführung eines 14-jährigen Mädchens verhaftet

Es ist dabei nicht der erste Fall und auch nicht die erste Verhaftung wegen Betrugs für das ehemalige Idol. Schon vier Mal musste er in Polizeigewahrsam.

Betrug um über 15 Millionen Yen

Das Opfer ist in diesem Falle ist eine 21-jährige Studentin aus der Stadt Chiba in der Nähe von Tokyo. Sie hatte die beiden Männer über das Internet kennengelernt und ihr war versprochen worden, dass sie gegen die Zahlung von Gebühren Kontakt zu Prominenten bekommen könnte.

Anzeige

Dazu musste sie verschiedene Summen zahlen. In der Zeit von Ende April bis Mitte Mai 2021 waren es insgesamt 1,8 Millionen Yen (etwa 13.707 Euro). Doch das war nicht der einzige Schaden. Sie behaupteten auch, dass sie jemanden kennen, der Insiderhandel betreibt, und dass Investitionen in diese Systeme mit Sicherheit erfolgreich sein würden. Dadurch entstand ein erneuter Schaden von insgesamt 14,6 Millionen Yen (ca. 111.179 Euro).

Über 20 Personen beschuldigen Idol

Das ehemalige Idol wurde bereits im September 2021 verhaftet, weil er eine Universitätsstudentin in der Präfektur Aichi um 1,69 Millionen Yen (etwa 12.869 Euro) betrogen haben soll, indem er ihr sagte: „Ich werde dich einem Mitglied einer Johnny-Gruppe vorstellen“, womit er sich auf die berühmte Talentagentur Johnny & Associates Inc. bezog, die hinter einigen der beliebtesten japanischen Idol-Gruppen steht.

Seitdem sind bei der Polizeistation Toyokawa mehr als 20 Personen aus dem ganzen Land wegen ähnlicher Vorfälle vorstellig geworden, bei denen ein finanzieller Schaden von insgesamt mehr als 50 Millionen Yen (etwa 380.750 Euro) entstanden ist.

Neben den Betrügereien bei der Vorstellung von Prominenten gab es offenbar auch Hinweise auf Schäden durch Anlagebetrug, und die Polizeistation beabsichtigt, weitere Ermittlungen anzustellen.

Es ist dabei nicht der erste Fall, bei dem ehemalige Idols in Japan sich nach ihrer Karriere etwas zu Schulde hat kommen lassen.

Anzeige
Anzeige