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HomeNewsKriminalität & RechtErste Festnahme nach tödlichem Schiffsunfall vor Hokkaido

3. Offizier wird festgenommen

Erste Festnahme nach tödlichem Schiffsunfall vor Hokkaido

Vor einigen Tagen kam es Ochotskischen Meer vor Hokkaido zu einem schweren Schiffsunfall zwischen einem russischen und japanischen Schiff, der mehrere Tote forderte. Die japanische Küstenwache hat deswegen jetzt eine Person der russischen Besatzung festgenommen.

Am Montag bestätigte die Küstenwache, dass sie den 38 Jahre alten 3. Offizier der russischen Amur am frühen Morgen festgenommen haben. Ihm wird berufliche Fahrlässigkeit mit Todesfolge und die Gefährdung des Schiffsverkehrs durch Fahrlässigkeit vorgeworfen. Ob er die Vorwürfe gestanden hat, wurde nicht angegeben.

Offizier war wohl nicht aufmerksam genug

Japanische Behörden hatten alle Beteiligten genauer zu dem Schiffsunfall befragt und die Schiffsrouten analysiert, um die Unfallursache zu finden. Es zeigte sich dabei, dass der Offizier wohl Schuld hat, da er trotz einer Nebelwarnung nicht ausreichend Ausschau hielt und damit einen Unfall riskierte.

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Russische Beamte hatten dazu angegeben, dass das Fischerboot kein Warnsignal hatte, obwohl es neblig war. Die Untersuchungen zu dem Unfall laufen deswegen noch weiter, um die Angaben zu prüfen und den exakten Vorgang der Kollision zu ermitteln.

Drei Japaner sterben beim Schiffsunfall

Die 662 Tonnen schwere Amur war am 26. Mai vor Hokkaido auf den Weg zum Hafen von Mombetsu. Wegen schlechter Sicht kollidiert das Schiff mit dem japanischen Fischerboot Hokko Maru No. 8, das gerade Krabben fing. Nach Angaben der Crew waren sie deswegen nicht in der Lage auszuweichen, weil bereits die Fangseile ausgeworfen hatten.

Das Fischerboot kenterte durch den heftigen Aufprall und drei der insgesamt fünf Crewmitglieder konnten nur noch tot geborgen werden. Bei der russischen Besatzung gab es weder Tote noch Verletzte.

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