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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtErstmals Personen in Japan zu Schadensersatz wegen "Fast Movies" verurteilt

500 Millionen Yen für zehnminütige Videos

Erstmals Personen in Japan zu Schadensersatz wegen „Fast Movies“ verurteilt

Ein Gericht in Tokyo hat zwei Personen zur Zahlung von 500 Millionen Yen Schadensersatz verurteilt, weil sie sogenannte „Fast Movies“ illegal im Internet veröffentlicht haben.

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Das Gericht sprach den Klägern, darunter Toho, Shochiku und Toei, den vollen geforderten Schadensersatz zu. Es ist das erste Mal, dass solch ein Urteil in Japan gesprochen wurde.

Upload von „Fast Movies“ nicht bestritten

Die beiden Angeklagten wurden bereits im November wegen eines Verstoßes gegen das japanische Urheberrechtsgesetz verurteilt und haben den Upload der „Fast Movies“ im nachfolgenden Zivilprozess nicht bestritten.

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Laut der Klage sollen die beiden Angeklagten Videos von Anfang 2020 bis Oktober 2020 veröffentlicht und dabei 7 Millionen Yen (ca. 48.000 Euro) an Werbeeinnahmen erzielt haben. In dem ersten Urteil des Bezirksgerichts in Sendai heißt es, dass die Filme in der Regel auf 10 Minuten verkürzt wurden und Erzählungen über die Handlung der Filme enthielten.

Angeblich 2 Milliarden Yen Gesamtschaden

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Die Kläger gaben an, dass es sich dabei um 50 Filme gehandelt hat, darunter „Shin Godzilla“, „Departues“ und der Horrorfilm „Cold Fish“. Die „Fast Movies“ wurden mehr als 10 Millionen Mal angesehen.

Die Kläger berechneten ihre Forderung auf der Grundlage der Summe fest, die jeder Zuschauer für das Anschauen eines Films hätten zahlen müssen. Dabei kamen sie auf einen Gegenwert von 200 Yen pro View. Der gesamte Schaden sollte sich laut der Rechnung auf rund 2 Milliarden Yen (ca. 13,8 Millionen Euro) belaufen, gefordert wurde allerdings nur ein kleiner Teil.

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