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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtEx-Präsident des japanischen Olympischen Komitees sagt im Korruptionsfall aus

Anschuldigungen nehmen zu

Ex-Präsident des japanischen Olympischen Komitees sagt im Korruptionsfall aus

Auch nach einem Jahr sind die Olympischen Spiele in Tokyo immer noch im Gespräch. Es geht dabei vor allem um mehrere Vorwürfe der Korruption, die sich gegen Unternehmen und die Organisatoren richten. Nun wurde der ehemalige Präsident des japanischen Olympischen Komitees (JOC) zu den Vorwürfen befragt.

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Tsunekazu Takeda wurde am Freitag von Staatsanwälten auf freiwilliger Basis zu dem derzeitigen Sponsoring-Bestechungsskandal befragt. Zu den Spielen war Takeda ebenfalls als Vizepräsident des japanischen Organisationskomitees der Olympischen und Paralympischen Spiele tätig.

Takeda und Takahashi sind wohl befreundet

Zurzeit gilt Takeda noch nicht als verdächtige Person, sondern mehr als ein Zeuge. Er wurde wohl befragt, wie Haruyuki Takahashi, einem ehemaligen führenden Mitglieds des Komitees, zu seiner Position gekommen war. Gegen ihn soll ein Verfahren gegen Bestechung eingeleitet werden.

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Es wird angenommen, dass Takeda und Takahashi gute Bekannte sind. Darüber hinaus waren beide in die Lobbyarbeit für die Sommerspiele involviert. Das JOC selbst gibt an, dass sie von Befragung Takedas nichts wissen. Ebenfalls befragt wurde Yoshiro Mori, der damalige Vorsitzende des Organisationskomitees.

Auch der Ex-Präsident stand bereits unter Bestechungsverdacht

Takahashi wird verdächtigt, Geld von mindestens zwei Unternehmen angenommen zu haben, Aoki Holdings Inc. und Kadokawa Corp. Als Gegenleistung erhielten sie Sponsorenverträge und besondere Lizenzen für die Spiele. Im Januar 2014 wurde der Ausschuss mit Takeda als Vizepräsident gegründet, und im Juni 2014 wurde Takahashi der letzte der 35 Direktoren des Ausschusses.

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Juni 2019 trat Takeda als JOC Chef und Vizepräsident des Komitees zurück, da die französische Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Bestechung ermittelte. Er wurde verdächtig, als Leiter des japanischen Bewerbungsausschusses die Spiele für Tokyo „erkauft“ zu haben.

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