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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtFahrer von Uber Eats in Tokyo wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Fahrlässigkeit des Fahrradfahrers kostete einem Fußgänger das Leben

Fahrer von Uber Eats in Tokyo wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Tokyo teilte am 13. Januar mit, dass der 28-Jährige ohne eine Verhaftung wegen beruflicher Fahrlässigkeit mit Todesfolge angeklagt werden wird. Der Fahrer des Unternehmens Uber Eats war mit seinem Fahrrad zur nächsten Lieferadresse unterwegs gewesen, als er mit einem 78-jährigen Fußgänger kollidiert war.

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Der ältere Mann, der sich auf einem Zebrastreifen befunden hatte, fiel durch den Aufprall zu Boden, verletzte sich schwer am Kopf und erlag bald darauf seinen Verletzungen.

Wegen beruflicher Fahrlässigkeit angeklagt

Es passiert selten, dass eine solch schwere Anlage vor dem Hintergrund eines Fahrradunfalls erhoben wird.

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Das Metropolitan Police Department hatte den Fall wegen grober Fahrlässigkeit mit Todesfolge an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Tokyo verwiesen, aber die Staatsanwaltschaft des Bezirks erhob letztendlich Anklage wegen beruflicher Fahrlässigkeit mit Todesfolge.

Der Grund: Der Angeklagte hatte vor dem Antritt seiner Lieferfahrt nicht die für seinen Beruf notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Sein Fahrrad war beispielsweise nicht ausreichend mit Lichtern ausgestattet gewesen, weswegen er bei seiner Fahrt für andere Verkehrsteilnehmenden nicht ausreichend sichtbar gewesen war.

Aufprall mit 20 bis 25 km/h

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Laut der Anklageschrift vom 8. Dezember 2021 war der Angeklagte im April 2021 kurz nach 19 Uhr auf einer Auslieferungsfahrt gewesen. Mit seinem Fahrrad erreichte er dabei eine Geschwindigkeit von etwa 20 bis 25 km/h.

Er fuhr gerade auf einer Straße im Bezirk Itabashi in Tokyo, als er auf einem Zebrastreifen mit dem Fußgänger zusammenstieß.

Jegliche Bremsversuche kamen zu spät

Die zuständigen Staatsanwälte gaben an, dass es zum Zeitpunkt des Vorfalls geregnet habe und der Fahrer daher Regentropfen auf seiner Brille gehabt hätte, die seine Sicht verschlechtert hätten.

Gleichsam habe er bis kurz vor der Kollision nicht abgebremst und auch nicht die Sicherheit des linken und rechten Fahrbahnrands überprüft. Die kurzfristigen Bremsversuche hatten nicht ausgereicht, um das Fahrrad noch früh genug zum Stillstand zu bringen.

Das für den Fahrer zuständige Unternehmen bezieht Stellung

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Angesichts der Umstände des Unfalls wurde festgehalten, dass der angestellte Fahrer es klar versäumt hatte, die notwendigen Vorkehrungen für seine Arbeit zu treffen.

Uber Eats Japan kommentierte: „Wir beten, dass die Seele des Opfers, das bei dem Unfall ums Leben kam, in Frieden ruhen möge, und sprechen den Hinterbliebenen unser tief empfundenes Beileid aus. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um das Konto des betreffenden Zustellpartners zu sperren. Wir werden unsere Aktivitäten zur Sensibilisierung für die Verkehrssicherheit bei unseren Zustellpartnern verstärken.“

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