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Fünfjähriger Junge starb an Mangelernäherung

Fall von Kindesmisshandlung erschüttert Japan

Ein weiterer Fall von Kindesmisshandlung erschüttert Japan. Eine 39-jährige Mutter und ihre Freundin wurden am 2. März von der Präfekturpolizei Fukuoka verhaftet, nachdem ein 5-jähriger Junge verhungert war.

Die beiden Frauen, 39 und 48 Jahre alt, leben in der Stadt Sasaguri in der Präfektur Fukuoka. Sie werden der Vernachlässigung einer schutzbefohlenen Person mit Todesfolge beschuldigt.

Junge starb an Misshandlung

Bei dem Kind handelt es sich um den jüngsten Sohn der 39-jährigen Frau. Er starb bereits im April 2020 an Mangelernährung. Der Freundin wurde bereits verhaftet und angeklagt, weil sie angeblich Geld, darunter auch Sozialleistungen, von der Frau erschwindelt haben soll.

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Die beiden sollen zusammen beschlossen haben, die Menge an Nahrung und die Anzahl der Mahlzeiten, die der Sohn ab etwa August 2019 erhielt, zu verringern. Sie werden beschuldigt, ihm nicht genug Essen geben und den Jungen so vernachlässigt zu haben. Ende März 2020 war er daraufhin schwer unterernährt. Er starb am 18. April desselben Jahres an den Folgen des Verhungerns. Die Mutter hat die Vorwürfe grundsätzlich zugegeben, während ihre Freundin sie bestritten hat.

Zum Zeitpunkt seines Todes wog der Junge nur etwa 10 Kilogramm – etwa die Hälfte des Durchschnittsgewichts von Kindern in seinem Alter, das bei 19,6 kg liegt. Kindesmisshandlung kommt in Japan leider häufiger vor, auch wenn die Regierung versucht, sie zu unterbinden.

Mutter gab Kontrolle über Leben und Finanzen ab

Laut Quellen, darunter die Präfekturpolizei und die Nachbarn der Verdächtigen, kennen sich die beiden Frauen, weil ihre Kinder den gleichen Kindergarten besuchen. Doch die 39-Jährige sei nach und nach unter die Kontrolle der älteren Frau geraten. Dabei soll sie sogar den Großteil ihrer Lebenshaltungskosten an die andere Frau übergeben haben.

Die ältere Frau behauptete angeblich, dass der frühere Ehemann der Jüngeren sie betrüge. Daher forderte sie Geld und Wertgegenstände, um seine Untreue zu belegen und die ehemalige Geliebte zu bezahlen.

Doch dieser Fall flog auf und die 48-Jährige wurde verhaftet und unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug angeklagt, weil sie von der jüngeren Frau insgesamt etwa 1,87 Millionen Yen (etwa 14.400 Euro) erschwindelt hatte.

Die Polizei traf die Entscheidung, die ältere Frau zu verhaften, aufgrund des Urteils, dass sie praktisch die Lebenshaltungskosten der Familie Ikari verwaltete und für den Schutz des Lebens des Jungen verantwortlich war.

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