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HomeNewsKriminalität & RechtFluchthelfer von ehemaligem Nissan-Chef werden zu Haftstrafen verurteilt

Helfer gestanden Anschuldigungen

Fluchthelfer von ehemaligem Nissan-Chef werden zu Haftstrafen verurteilt

2019 sorgte der ehemalige Chef von Nissan mit seiner Flucht aus Japan für weltweites Aufsehen. Nun sorgte der Fall erneut für Aufmerksamkeit, denn zwei amerikanische Fluchthelfer wurden nun von Japan zu Haftstrafen verurteilt.

Am Montag befand das Bezirksgericht die zwei Männer aus den USA, die Vater und Sohn sind, in allen Anklagepunkten schuldig. Der 60 Jahre alte Vater, ein Kriegsveteran, wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Sein 28 Jahr alter Sohn wird für acht Monate ins Gefängnis gehen.

Haftstrafen für Vater-Sohn-Duo

Der Vorsitzende Richter Hideo Nirei gab zum Urteil an, dass die Schwere der Folgen und der Bösartigkeit des Verbrechens eine Haftstrafe unvermeidlich machen. Die Amerikaner hatten Ghosn am 29. Dezember 2019 in einer Kiste aus einem Hotel in Tokyo an Bord eines Privatjets geschmuggelt, der dann über die Türkei in den Libanon flog, wo Ghosn sich nun aufhält.

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Die beiden Fluchthelfer hatten bereits alle Vorwürfe vor Gericht gestanden und sich dafür entschuldigt, dass sie an der Flucht beteiligt waren. Deswegen hatte die Verteidigung eine Strafe nur auf Bewährung gefördert. Die Staatsanwälte von Tokyo sah hingegen für den Vater zwei Jahre und zehn Monate und für den Sohn zwei Jahre und sechs Monate Haft vor.

Nicht die ersten verurteilten Fluchthelfer

Sie bezeichneten das Verbrechen ebenfalls als besonders schwerwiegend, weil das Duo vor allem durch die Bezahlung von etwa 1.360.000 US-Dollar (ca. 1.153.314,00 Euro) dazu motiviert wurde. Dem kommt hinzu, dass die Männer mit allen Mitteln versucht hatten die Auslieferung nach Japan und den Prozess gegen sie zu verhindern.

Das Duo sind nicht die ersten Fluchthelfer, die zu Verantwortung gezogen werden. In der Türkei wurde die Besatzung des Jets ebenfalls bereits zu Haftstrafen verurteilt. Zusätzlich läuft gegen den ehemaligen Nissan-Manager, Greg Kelly, in Japan auch ein Prozess. Er soll die Vergütung von Ghosn niedriger berichtet haben, als sie eigentlich war.

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