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Home News Kriminalität & Recht Frau des japanischen "Don Juan's" wegen Mordverdachts festgenommen

Witwe soll ihren Mann vergiftet haben

Frau des japanischen „Don Juan’s“ wegen Mordverdachts festgenommen

2018 kam Kosuke Nozaki, der als japanischer Don Juan bekannt war, durch eine große Menge an illegalen Stimulanzien ums Leben. Die japanische Polizei nahm seine Witwe am Mittwoch fest, die aktuell unter Mordverdacht steht.

Die 25 Jahre alt Saki Sudo war zum Todeszeitpunkt mit dem 77 Jahre alten Nozaki gerade Mal drei Monate verheiratet. Polizeibeamte nahm sie in ihrem Haus im Shinagawa Bezirk von Tokyo fest und brachte sich in die Präfektur Wakayama, wo sich der Mord damals ereignete.

Genaue Hintergründe zu ihrer Festnahme sind nicht bekannt und die Polizei lehnte es bisher ab anzugeben, ob sie die Mordvorwürfe gestanden hat.

Mordverdächtige verhielt sich merkwürdig

Der Tod von Nozaki sorgte für großes Aufsehen, weil er den Behörden sehr merkwürdig erschien. Er wurde am 24. Mai 2018 in seinem Haus in Tanabe, Wakayama tot aufgefunden. Eine Obduktion ergab, dass er eine große Menge an Drogen im Körper hatte. Da die Polizei aber keine Einstichstellen am Körper finden konnten, stuften sie den Tod als Giftmord ein.

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Ein Selbstmord wurde ausgeschlossen, da der Geschäftsmann vor seinen Tod noch geplant hatte, an der Beerdigung seines Hundes teilzunehmen. Nozaki hatte am Todestag alleine mit Sudo zu Abend gegessen. Laut Polizei hatte sie Tage zuvor im Internet zu Stimulanzien recherchiert.

Die Witwe verhielt sich allgemein merkwürdig. Ihren Eltern verschwieg sie die Hochzeit und sie behauptete, dass sie einem Freund bei seinem Immobiliengeschäft helfen würde. In den sozialen Medien postete sie Bilder von Auslandsreise und in ihrer Heimatstadt erzählte sie, dass viel Geld mit Aktien machte.

Witwe soll eigentlich nichts erben

Als Präsident einer Alkoholverkaufsfirma und eines Immobilienunternehmens besaß Nozaki ein großes Vermögen. Dazu war er für seine Frauengeschichten bekannt. 2016 veröffentlichte er seine Autobiografie mit dem Titel „Don Juan von Kishu: Der Mann, der 4.000 schönen Frauen 3 Milliarden Yen gab“, in der sich als japanische Version des berühmten spanischen Playboys bezeichnete.

Noch im selben Jahr kam es zu einem Skandal mit einer seiner Freundinnen, die Geld und Schmuck im Wert von 60 Millionen Yen (ca. 455.536 Euro) von seinem Anwesend gestohlen hatte und deswegen festgenommen wurde.

Geerbte hat Sudo von dem ganzen Geld bisher jedoch nichts. Nozakis komplettes Vermögen von 1,3 Milliarden Yen (ca. 9.872.200) soll an die Stadt Tanabe gehen. Sudo hat als Witwe zwar ein Recht auf einen Anteil, der muss jedoch von einem Gericht festgelegt werden.

In der Zwischenzeit haben Verwandet von Nozaki letztes Jahr eine Klage eingereicht und fordern eine AufhebungMor des Testaments. Angeblich sei es gefälscht.

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