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Mediengruppe droht Strafen

Fuji Media Holdings Inc. hat vermutlich gegen Japans Rundfunkgesetz verstoßen

Japans große Mediengruppe besitzen auch im Ausland Aktionäre, die Marktanteile besitzen. Allerdings gibt es dafür gewisse Regeln, an die sich Unternehmen halten müssen und gegen die Fuji Media Holdings Inc. nun verstoßen haben soll.

Das Telekommunikationsministerium gab bekannt, dass sie den Sender wegen des Verstoßes der ausländischen Kapitalvorschriften nach dem Rundfunkgesetz untersuchen. Fuji Media Holdings selbst hatte gemeldet, dass sie vermutlich für zwei Jahre bis September 2014 gegen die Regulierungen verstoßen haben.

Strenge Regeln für ausländische Aktionäre

Sie sind zu dem Verdacht gekommen, nach dem sie interne Untersuchungen durchgeführt haben. Zu dem Zeitpunkt gab sie jedoch ihre Ergebnisse noch nicht der Öffentlichkeit bekannt und meldeten sich erst jetzt mit den Informationen.

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Mediengruppen sind nach dem japanischen Gesetz nur beschränkt ausländische Aktionäre erlaubt. Der Anteil darf maximal bei 20 Prozent liegen. Sollte gegen diese Regelung verstoßen werden, wird den Unternehmen das Zertifikat und auch die Sendeerlaubnis vom Telekommunikationsministerium entzog.

Die Beschränkung kann nur umgangen werden, wenn ab 20 Prozent die Stimmrechte der ausländischen Aktionäre reduziert werden. Das soll Fuji Media Holdings so weit auch getan haben und sie senkten die Quote auf 19,99 Prozent ab. Allerdings haben sie April 2012 das gesamte Eigentum an einem Unternehmen erworben, dass in eine TV-Produktionsfirma in Tokyo investiert hat.

Fuji Media Holdings lag über erlaubtem Wert

Mit 5.000 bis 10.000 Aktien sollte das Unternehmen kein Stimmrecht erhalten. Fälschlicherweise wurde es dann doch mitgezählt. Fuji Media Holdings glaubte deswegen immer noch im legalen Bereich zu liegen, in Wirklichkeit lagen sie aber über der Grenze. Genauer lagen sie zwischen 2012 und 2014 wohl mit 0,0004 Prozent bis 0,0008 Prozent über dem Wert.

Dass die Regierung bei dem Gesetz keine Gnade kennt, zeigte sich zuletzt bei dem Satellitenrundfunkunternehmen Tohokushinsha Film Corp. Der Tochtergesellschaft Tohokushinsha Media Service wurde Lizenz entzogen, da sie ihren Anteil falsch angaben, der doch höher war als erlaubt.

Mediengruppen plant Korrekturen

Es könnte deswegen nun auch passieren, dass Fuji Media Holdings Beschränkungen erhält oder sogar komplett für seine Tochtergesellschaften die Lizenzen verlieren. Der Rundfunkgruppe gehören als Tochtergesellschaften unter anderen Fuji Television Network Inc., Sendai Television Inc. und BS Fuji Inc.

In einem Interview mit der Asahi Shimbun bestätigte Präsident von Fuji Media Holdings am Montag, dass es in der Vergangenheit Fehler beim Umgang mit Stimmrechten auf der Aktionärsliste gemacht hat. Osamu Kanemitsu geht deswegen davon aus, dass sie gegen das Gesetz verstoßen haben.

Kanemitus gibt weiter zu, dass sie sofort sich mit der Regulierungsbehörde hätten austauschen sollen, statt zu warten. Sie wollen nun die Angelegenheit genau untersuchen und wenn nötig Korrekturen durchführen. In der Zwischenzeit fordert das Ministerium andere Mediengruppen auf, ihre Angaben zu überprüfen und ähnliche Fehler auszuschließen.

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