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Tepco erneut zu Schadensersatz verurteilt

Gericht weist Verantwortung der japanischen Regierung an der Atomkatastrophe in Fukushima zurück

Ein Gericht in Tokyo hat am Donnerstag ein Urteil gekippt, dass die Verantwortung für die Atomkatastrophe bei der japanischen Regierung gesehen hat.

Gleichzeitig verurteilte das Gericht den Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima Daiishi zur Zahlung von Schadensersatz an evakuierte Anwohner der Region.

Tepco muss tiefer in die Tasche greifen

Die Klage wurde von insgesamt 137 Klägern eingereicht, die Kläger verlangten insgesamt 1,5 Milliarden Yen – 11 Millionen Yen pro Person – als Schadensersatz für seelisches Leid.

Mehr zum Thema:  Mehrheit der Einwohner von Fukushima sind mit dem Wiederaufbau unzufrieden

Da die Menschen gezwungen ihre Heimat zu verlassen, als es in drei Reaktoren des Atomkraftwerks zu einer Kernschmelze kam, nachdem ein Erdbeben der Stärke 9.0 einen Tsunami ausgelöst hatte, der das Kraftwerk am 11. März 2011 zerstörte.

Die Kläger argumentierten, dass sie ihre Lebensgrundlage verloren haben und über einen langen Zeitraum mit Problemen, einschließlich Diskriminierung, zu kämpfen hatten. Zudem sei der Betrag, der ihnen nach aktuellen staatlichen Richtlinien ausgezahlt wurde, nicht ausreichend sei.

Erstes Urteil eines hohen Gerichts, dass die Regierung freispricht

Unter den insgesamt 30 Klagen im ganzen Land, ist das Urteil des Tokyo High Court die erste Entscheidung einer höheren Instanz, dass den Staat von der Verantwortung freispricht.

Im September hatte ein Gericht in Sendai die Verantwortung sowohl bei der japanischen Regierung, wie auch bei Tepco, gesehen und beide zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Auch ein Gericht in Yamagata sah Ende 2019 die Verantwortung bei Tepco.

2017 sprach das Bezirksgericht in Maebashi 60 Klägern, die aus der Präfektur Fukushima evakuiert worden waren, insgesamt 38,55 Millionen Yen zu und sah die Schuld ebenfalls in der japanischen Regierung und Tepco.

Das Gericht urteilte damals, dass beide Seiten keine ausreichende Vorbereitung auf einen Tsunami getroffen hatten und dass dies grob fahrlässig gewesen ist.

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