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Anwohner wurde festgenommen

Haus von japanischem Bürgermeister mit Brandsatz beworfen

Japanische Politiker ziehen sich manchmal mit bestimmten Entscheidung den Zorn der Bevölkerung auf sich. In den meisten Fällen äußern die Menschen dabei jedoch in gesitteter Form ihre Frustration. In der Stadt Suttsu auf Hokkaido ist allerdings nun die Lage etwas eskaliert und Unbekannte beschädigten das Haus des Bürgermeisters.

Am Donnerstag meldete die Polizei, dass es zu einem Angriff auf das Haus des Bürgermeisters Kataoka Haruo gekommen ist. In den frühen Morgenstunden um etwa 1:20 Uhr wurde eins der Fenster des Hauses eingeworfen und eine Tür im Haus in Brand gesetzt. Dem Bürgermeister gelang es das kleine Feuer zu löschen und die Polizei zu rufen.

Atommüll-Endlager könnte das Motiv sein

Bisher geht die Polizei davon aus, dass ein noch nicht identifiziertes, brennendes Objekte auf das Haus des Bürgermeisters geworfen wurde. Verletzt wurde bei dem Angriff glücklicherweise niemand. Wie NHK berichtet, wurde noch am selben Tag ein 77 Jahre alter Mann aus der Nachbarschaft wegen versuchter Brandstiftung festgenommen. Zu einem möglichen Motiv wurden keine Angaben gemacht, viele sind sich jedoch sicher, was der Hintergrund für den Angriff ist.

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Im August gaben Beamte der Stadt bekannt, dass sie überlegen, an der Untersuchung der Regierung teilnehmen zu wollen, ob sie als Endlagerstätte für hoch radioaktive Abfälle aus Kernreaktoren geeignet sind. Schon davor wurde der Gedanke geäußert, ob das Gebiet nicht als Lagerstätte genutzt werden soll.

Allgemein wird zurzeit in Japan nach einem Endlager gesucht und Gemeinden sind angehalten bei Interesse an der besagten Untersuchung teilzunehmen, wenn sie ein geeignetes Gebiet haben. Suttsu zog als erste Gemeinde einen Bau in Betracht. Als zweite Stadt kam kürzlich Kamoenai hinzu, worüber die Bevölkerung jedoch nicht wirklich glücklich ist.

Bürgermeister sollte am selben Tag Entscheidung bekannt geben

Suttsu erhielt ebenfalls viel Gegenwind für die Ankündigung. Die Bürgermeister von drei Nachbargemeinden drängten zur Vorsicht bei derartigen wichtigen Entscheidungen. Die Leiter anderer Gemeinden in Hokkaido und Vertreter von Fischergruppen sprachen sich hingegen klar gegen ein Lager aus.

Da es auch aus der Bevölkerung viele negative Stimmen gibt, ist es gut möglich, dass es sich bei dem Vandalismus um einen Einschüchterungsversuch handelt. Am Donnerstag sollte der Bürgermeister nämlich eigentlich bekannt geben, ob die Stadt an der Untersuchung teilnimmt oder nicht.

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