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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtImmer mehr japanische Firmen werden Opfer von Ransomware-Angriffen

Angriffe nehmen deutlich zu

Immer mehr japanische Firmen werden Opfer von Ransomware-Angriffen

MS: Seit Anfang des Jahres wurden bereits mehrere Hackerangriffe auf japanische Unternehmen gemeldet. Die National Police Agency (NPA) bestätigte nun, dass es eine große Zunahme an Ransomware-Angriffen gibt, aufgrund derer sie sehr besorgt seien.

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Zwischen Januar und Juni 2021 erhielt die Polizei in ganz Japan 61 Beratungsanfragen von Opfern von Angriffen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr fast dreimal so viele Anfragen. 57 davon waren von Unternehmen. Die restlichen vier Anfragen stammten von Bildungseinrichtungen und anderen Einrichtungen.

Firmen werden erpresst

Mit 27 Fällen waren Herstellungsbetriebe am häufigsten betroffen. Dahinter folgten Bauunternehmen und Dienstleister mit je acht Anfragen. Auf dem dritten Platz sind Groß- und Einzelhändlern, die an die sieben Konsultationen hatten. Die Statistik zeigt auch, dass vor allem kleinere und mittlere Betriebe zu Opfern werden. Sie machten 40 der Fälle aus.

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Bei den Ransomware-Angriffen verschlüsselt ein Virus unternehmensinterne Daten und andere Informationen. Damit sie wieder freigeschaltet werden, fordern die Täter von den Opfern Geld. Weil sich einige Firmen nicht anders zu helfen wissen, gehen sie auf die Forderungen ein.

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Bei der Statistik der NPA wurden in 29 Fällen gleich zu Beginn des Angriffs Geldforderungen gestellt. Davon wollten 26 Kryptowährungen haben und die anderen drei US-Dollar. Ob die Forderungen erfüllt wurden, gab die Polizei nicht an.

Ransomware-Angriffe sind ein Geschäft

Allerdings wurde bestätigt, dass in 27 der 61 Fällen es zu einer zweiten Erpressung kam. Es wurde gedroht, die Daten im Internet zu veröffentlichen. So erging es auch dem Videospieleentwickler Capcom letztes Jahr. Er wurde auch Opfer eines Angriffs und zahlreiche vertrauliche Informationen wurden anschließend im Netz veröffentlicht.

Das Ganze besorgt die Polizei sehr, denn die steigenden Zahlen zeigen noch was anderes. Es wird vermutet, dass es für diese Methode illegale Webseiten gibt, wo die Viren gekauft und verkauft werden. Gleichzeitig werden Leute rekrutiert, die neue Programm schreiben und bei den Ransomware-Angriffen helfen. Es wird für die Behörden deswegen immer schwerer, die Angriffe zu bekämpfen.

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