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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapan verurteilt erstmals eine Person wegen Bildern von Sportlerinnen auf Pornoseiten

Mann muss Geldstrafe zahlen

Japan verurteilt erstmals eine Person wegen Bildern von Sportlerinnen auf Pornoseiten

Auf Pornoseiten gibt es eigentlich alles zu finden. Was gefragt ist, wird auch hochgeladen. Ein japanischer Mann wurde vom Gericht nun jedoch zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Bilder von Sportlerinnen ohne Erlaubnis auf einer Pornoseite hochgeladen hat.

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Am Donnerstag wurde der 37 Jahre alte Mann in Tokyo während einer zusammengefassten Anklage zu einer Geldstrafe von 600.000 Yen (ca. 4.520 Euro) verurteilt, die er wohl bereits bezahlt hat. Der Mann hatte Mai 2019 genau 39 Bilder von Sportlerinnen ohne ihre Zustimmung auf einer Pornowebseite zusammen mit sexuell expliziten Kommentaren hochgeladen, die er selbst betreibt.

Mann verstößt gegen das Urheberrecht

Verhaftet hatte das Tokyo Metropolitan Police Department ihn Anfang des Monats wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Die besagten Bilder wurden nämlich nicht von dem Mann gemacht, sondern stammen von einem TV Sport-Programm. Da sie ohne die Erlaubnis des Senders anderweitig für die Pornoseite genutzt wurden, handelt es sich um eine Urheberrechtsverletzung.

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Trotzdem war seine Verhaftung die Erste unter den neuen Regelungen des japanischen Olympischen Komitees, dass die Informationen zu den Bildern der Polizei geliefert hatte. Das Komitee hatte angekündigt, dass sie vermehrt gegen Bilder von Athleten vorgehen werden, die ohne ihre Erlaubnis für sexuelle Zwecke verwendet werden.

Sexualisierte Aufnahmen von Sportlerinnen sind ein großes Problem

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In einer Bekanntmachung wurde bereits angekündigt, dass während der Paralympischen und Olympischen Spiele Aufnahmen von Sportlern für einen sexuellen Zweck ohne deren Zustimmung streng verboten sind. Wie weit derartige Aufnahmen Konsequenzen haben, wurde zu dem Zeitpunkt nicht angegeben.

Das Erstellen und Verbreiten von Fotos oder Videos von Sportlerinnen für einen sexualisierten Zweck ist ein großes Problem, auf das erst jetzt reagiert wurde. Da mehrere Betroffen darüber gesprochen haben und im letzten August bei der Japan Association of Athletics Federations um Maßnahmen baten, ist das Organisationskomitee aufmerksam geworden. Zusammen mit anderen Organisationen kritisierten sie die unerlaubten Aufnahmen scharf.

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