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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapan will die Veröffentlichung der Namen von jungen Straftätern begrenzen

Um die Möglichkeit einer Rehabilitierung zu berücksichtigen

Japan will die Veröffentlichung der Namen von jungen Straftätern begrenzen

Die oberste Staatsanwaltschaft in Japan plant, dass die Namen von Straftätern im Alter von 18 und 19 nur noch dann öffentlich genannt werden dürfen, wenn sie im Rahmen des Schöffensystems vor Gericht stehen.

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Ab April sollen 18- und 19-jährige Straftäter auf der Grundlage des überarbeiteten Jugendstrafrechts als Jugendliche betrachtet werden, deren Vor- und Zunamen zum Zeitpunkt der Anklageerhebung veröffentlicht werden können.

Rehabilitierung muss hinreichend berücksichtigt werden

Das überarbeitete Gesetz erweitert der Umfang der strafrechtlich zu verfolgenden Anklagen gegen Minderjährige von Tötungsdelikten auf Raub, Vergewaltigung, Brandstiftung und andere Straftaten, die mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr geahndet werden.

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Die Justizbehörden und die oberste Staatsanwaltschaft haben im Anschluss an parlamentarische Entschließungen, in denen die Regierung und der Oberste Gerichtshof aufgefordert werden, die Rehabilitierung der genannten jugendlichen Straftäter hinreichend zu berücksichtigen, begonnen, über eine Einschränkung der Offenlegung von Namen zu diskutieren.

Die Veröffentlichung der Namen führt in Japan auch im Fall eines Freispruchs zu Problemen, zum Beispiel bei der Jobsuche.

Namen nur noch bei hohem öffentlichem Interesse

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Konkret soll die Veröffentlichung der echten Namen von 18- bis 19-jährigen Straftätern auf diejenigen beschränkt werden, die wegen Verbrechen von hohem öffentlichem Interesse angeklagt sind bzw. für die ein Schöffengericht zuständig ist, wie beispielsweise bei Mord oder Raubüberfälle mit Todesfolge.

Die Behörde wird in Kürze Leitlinien vorlegen, wobei die Entscheidung über eine Veröffentlichung der Namen von Fall zu Fall getroffen werden wird.

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