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Eine kleine buddhistische Statue wurde dem Täter zum Verhängnis

Japaner verhaftet, nachdem er verschiedene Tempel bestohlen hat

Mitte November wurde in Saitama ein 56-jähriger Japaner festgenommen, der verschiedene buddhistische Tempel ausgeraubt und das Diebesgut danach verkauft haben soll. In Saitama soll er eine kleine Statue aus einem unbeaufsichtigten Heiligtum in der Stadt Toda entwendet haben.

Akiyoshi Fujita, der weder Arbeit noch einen festen Wohnort hat, wurde von der Präfektur-Polizei von Saitama festgenommen. Insgesamt ermitteln die Beamten wegen des Verdachts des mehrfachen Diebstahls. In vier Tempeln in Saitama und nach Nachbar-Präfektur Tochigi soll der Japaner insgesamt sechs Statuen gestohlen haben. Die Mehrzahl der heiligen Orte, die der Tatverdächtige um ihre Kulturgüter erleichterte, war unbewacht. Deswegen forderte die Polizei die Tempel auf, mehr Maßnahmen für die Sicherheit ihrer Ausstellungsstücke zu ergreifen.

Diebestour durch Saitama und Tochigi

Vorrangig wurde dem Mann ein Diebstahl zwischen dem 30. September und ersten Oktober einer Statuette auf einem Heiligtum in Toda vorgeworfen. Diese Tat hat Fujita mittlerweile auch schon zugegeben. Die Polizei wirft ihm insgesamt den Verkauf von sechs buddhistischen Statuen an Antiquitätenläden und Secondhand-Shops vor. Der Mann soll bereits des Öfteren wegen des Verkaufs von Diebesgut in Verdacht gestanden haben.

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Der Tempel in Toda, den der Japaner beraube, steht am Rande eines Wohngebietes in Toda und soll bereits seit fast 50 Jahren unbewacht gewesen sein. Der Diebstahl wurde bemerkt, weil ein Gläubiger, der des Öfteren in dem Heiligtum nach dem Rechten sah, feststellte, dass die Tür der Haupthalle ausgebrochen worden war. Der 71-jährige Kazumi Hagiwara stellte fest, dass die Statue, in sonst in der Mitte des Altars stand, verschwunden war, eine weitere lag zerbrochen auf dem Boden.

Dieb zerstörte Statuen in Tempeln
zerbrochene Statue Bild: Mainichi/Yuki Nakagawa

Viele japanische Tempel unbewacht

In Japan gibt es viele Heiligtümer, die nur von gläubigen Anhängern betreut und sonst weiter bewacht werden. Diese machen zwar regelmäßig Kontrollgänge über das Gelände, eine Überwachung, die Verbrecher abschrecken könnte, findet aber nicht statt. Hagiwara in Toda kommt jeden Tag, um nach dem Tempel zu sehen und Müll wegzuräumen. Das Innere der Haupthalle ist in der Regel verschlossen, allerdings sei bereits in der Vergangenheit des Öfteren das Opfer-Geld gestohlen worden, oder Obdachlose nutzen die Halle, um dort zu übernachten. Zwar wurde mit jedem Vorfall die Sicherheit des Tempels verbessert, eine abschließende Sicherung wurde aber auch damit nicht erreicht.

Haupthalle ohne Schmuck
Haupthalle eines Tempels in Saitama Mainichi/Yuki Nakagawa

Japans Agentur für kulturelle Angelegenheiten erklärte, dass es in der Präfektur Saitama etwa 2.200 Tempel gibt, von denen viele unbewacht sind. Die Präfektur-Polizei sagte ebenfalls, dass deswegen die Gefahren von Diebstahl, Brandstiftung oder Einbruchs anstiegen, weil sich die Täter zu sicher fühlten. Um dagegen vorzugehen, sei es unerlässlich, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Die Beamten empfehlen, dass die Tempel regelmäßig gereinigt werden und umzäunt werden sollten. Gleichzeitig sollte Kies ausgelegt werden, der beim Betreten Lärm verursacht. Lichter sollten die heilige Orte des Nachts beleuchten, um für weitere Sicherheit zu sorgen.

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