Anzeige
HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapaner wegen Diebstahls von Toilettensitzen verhaftet

Mehr als 90 Diebstähle in diesem Jahr

Japaner wegen Diebstahls von Toilettensitzen verhaftet

Das Metropolitan Police Department hat einen ganz speziellen Dieb verhaftet. Der Mann soll mehr als ein Dutzend „Washlet“-Sprüh-Toilettensitze aus einem Lagerhaus gestohlen haben.

Anzeige

Er wollte sie wohl teuer weiterverkaufen. Das gab die Polizei am 30. November bekannt.

Anklage wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs

Der 39-jährige, ein arbeitsloser Einwohner von Kashiwa in der Präfektur Chiba, wird des Diebstahls und Hausfriedensbruchs beschuldigt, so die dritte Ermittlungsabteilung der MPD.

LESEN SIE AUCH:  Toiletten in Tokyo verwandeln sich in Kunstwerke

Aufgrund von Engpässen bei den Ersatzteilen und anderen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind Toilettenspraysitze knapp geworden.

Toilettensitze im Wert von über 60.000 Euro

Der Mann hat offenbar die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zugegeben. „Ich dachte, die Artikel würden einen guten Preis erzielen. Ich wollte das Geld für meine Unterhaltung ausgeben“, wurde er gegenüber den Ermittlern zitiert.

Anzeige

Die MPD geht davon aus, dass er zwischen April und November insgesamt 92 Toilettenspraysitze im Gesamtwert von rund 8 Millionen Yen (etwa 62.312 Euro) aus Lagerhäusern in der Tokyoter Vorstadt Tachikawa und in der Stadt Shiroi in der Präfektur Chiba gestohlen hat.

Einbruch in großes Lagerhaus

Ihm wird insbesondere vorgeworfen, sich zwischen etwa 23 Uhr am 12. November und 2 Uhr am folgenden Tag in ein Lagerhaus eines Vertriebsunternehmens für Wohnungseinrichtungen in Tachikawa geschlichen und 17 Washlet-Toilettensitze im Gesamtwert von etwa 2,3 Millionen Yen (etwa 17.914 Euro) gestohlen zu haben.

Nach Angaben der dritten Ermittlungsabteilung der MPD schuf der Mann offenbar mit bloßen Händen ein Loch in der Wand des Lagerhauses, um in dieses einzudringen. Das Loch war groß genug, damit eine Person hindurchsteigen konnte. Er soll die gestohlenen Gegenstände an Händler weiterverkauft haben.

Anzeige
Anzeige