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Mann kaufte nachgemachte DVDs im Ausland

Japaner wird wegen Bootleg-DVDs von Demon Slayer festgenommen

Anime-Fans wissen, dass DVDs ganz schön ins Geld gehen können. Im Japanischen ist die Angelegenheit allerdings noch kostspieliger, weswegen einige tatsächlich auf Importe setzen. Ein Mann wurde jetzt jedoch wegen seiner DVDs aus dem Ausland festgenommen, da es sich um sogenannte Bootlegs handelt.

Am Dienstag wurde nach Angaben der Mainichi Shimbun in Fukuoka ein 40 Jahre alter Angestellter festgenommen. Grund dafür war der Verkauf des Anime Demon Slayer auf DVD, der sich gerade großer Beliebtheit erfreut. Der Mann hatte online ein Boxset mit allen 26 Folgen der Serie auf drei Disc für nur etwa 79 Euro, was für japanische Verhältnisse sehr billig ist, erworben. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Schnäppchen, sondern um ein nachgemachtes Produkt aus dem Ausland.

Großes Geld mit falschen „Demon Slayer“-DVDs

Wie sich herausstellte, hatte er die Bootlegs von einem Händler aus Malaysia gekauft, um sie in Japan weiterzuverkaufen. Der Mann baute sich dabei ein regelrechtes Geschäft auf und soll nach bisherigen Untersuchungen alleine im September 200 Exemplare von Demon Slayer bestellt haben.

Die Polizei geht dabei davon aus, dass er zwischen Mai 2019 und April 2020 um die 94.253 Euro durch verschiedene Bootlegs verdiente, wobei sie ihm dem direkten Verkauf noch nicht nachweisen können.

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Der Handel mit den DVDs flog nur auf, weil der Publisher Aniplex ihn entdeckte. Der japanische Herausgeber von Demon Slayer benachrichtigte umgehend die Polizei, die den Fall überprüften und den Mann anschließend wegen des Handels mit gefälschten Waren festnahmen.

Mann wusste angeblich nichts von den Bootlegs

Der Mann stritt dabei nicht ab, dass der die Anime-DVDs online verkauft hat. Auf seiner Seite wird auch erwähnt, dass es sich um ein ausländisches Produkt handelt. Allerdings streitet er ab, dass er wusste, dass es sich um Bootlegs handelt. Wie der Mann erklärte, sei ihm zwar die schlechtere Bildqualität aufgefallen, die nicht japanischen Standards entspricht, er habe sich dabei jedoch nicht viel gedacht.

Auch der niedrige Preis habe ihn wohl nicht verwundert und er war davon ausgegangen, dass es sich um lizenzierte Ware aus dem Ausland handelt. Allerdings scheint seine Erklärung nicht ganz zu passen. So hat er im April einer Frau in Ibaraki Demon Slayer verkauft. Zu dem Zeitpunkt gab es aber nicht mal von Aniplex in Japan eine offizielle Gesamtbox.

Es hätte demnach dem Mann deutlich auffallen müssen, dass etwas nicht stimmt. Die weitere Polizeiuntersuchung soll jetzt klären, wie viel der Mann wirklich wusste und vor allem, wie viele Bootlegs er verkauft hat.

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