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Home News Kriminalität & Recht Japanerin wird nach achtstündiger Taxifahrt wegen Betrugs festgenommen

Frau wollte zu den Tottori Sanddünen

Japanerin wird nach achtstündiger Taxifahrt wegen Betrugs festgenommen

Taxis in Japan sind ziemlich teuer, weswegen sie eher nur für kurze Strecken geeignet sind. Eine Frau machte jedoch eine Taxifahrt von mehreren Stunden und wurde anschließend von der Polizei wegen Betrugs festgenommen.

Am Sonntag bat eine Frau um etwa 2:30 Uhr an der Totsuka Station einen Taxifahrer darum sie zu den Sanddünen von Tottori zu bringen. Die Sanddünen sind ein sehr beliebtes Touristenziel und gut mit einem Auto erreichbar.

Taxifahrer braucht acht Stunden zum Ziel

Meistens wollen aber Touristen nicht mitten in der Nacht dahin und erst recht nicht mit dem Taxi, wenn sie mehr als 600 Kilometer davon entfernt leben. Die Totsuka Station befindet sich nämlich in der Stadt Yokohama in der Präfektur Kanakawa.

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Auch wenn die Anfrage mehr als ungewöhnlich ist, entschied sich der Fahrer dazu, die Frau zu den Dünen zu bringen. Dafür fuhr er mehrere Stunden und kam dabei durch Nagoya, Kyoto und Osaka. Insgesamt brauchte der Fahrer acht Stunden zu den Dünnen, was tatsächlich schnell ist. Da sie in der Nacht fuhren, gab es wenig Verkehr und somit auch weniger Verzögerungen.

Als dann die Frau endlich am Ziel war, wollte der Fahrer seine Bezahlung, die aufgrund der zahlreichen Mautstationen auf den Expressways besonderes hoch war. Um die 1.886 Euro sollte die Frau zahlen.

Kundin weiß nicht, wer sie ist

Die gab aber überraschend an, dass sie nur ein paar hundert Yen in der Tasche hat und nicht zahlen kann. Der Taxifahrer fuhr daraufhin mit ihr zur Polizei und ließ sie wegen Betrugs festnehmen. Anschließend nahm der Fall jedoch eine bizarre Wendung.

Die Frau gab nämlich an, dass sie nicht wüsste, wer sie sei. Sie trug auch keinen Ausweis, Führerschein oder Ähnliches bei sich, um sich ausweisen zu können. Es wurde daraufhin davon ausgegangen, dass sie unter psychischen Problemen leidet.

Damit werden die Ermittlungen vermutlich fallen gelassen und es ist unwahrscheinlich, dass das Taxiunternehmen eine Zahlung fordern wird. Was die Frau nun eigentlich bei den Dünen wollte, ist nicht klar. Auch ist nicht bekannt, ob sie wieder dort ist, wo ihr Zuhause ist.

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