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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanerin wird wegen "Demon Slayer"-Kuchen angezeigt

Schokoladendekoration wird als Urheberrechtsverletzung angesehen

Japanerin wird wegen „Demon Slayer“-Kuchen angezeigt

Kyodo: Die Anime- und Manga-Reihe „Demon Slayer“ ist zurzeit ein weltweiter Hit. Mehrere Rekorde hat das Franchise bereits gebrochen. Es wundert deswegen nicht, dass es auch allerlei Merchandise und andere Produkte zu der Reihe gibt. Dass Menschen allerdings mit ihren eigenen Ideen Geld machen, gefällt den Urhebern nicht.

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Am Donnerstag wurde gegen eine 34 Jahre alte Frau in Tokyo eine Anzeige eingereicht. Sie soll gegen das japanische Urheberrecht verstoßen haben, weil sie zahlreiche Kuchen unerlaubt mit selbst gemachten „Demon Slayer“-Dekorationen verkauft hat.

„Demon Slayer“-Kuchen auf Anfrage

Die Frau hatte 2019 damit begonnen, Kuchen zu verkaufen, auf dem sie mit Schokoladenstiften die Charaktere aus der Reihe nachmalte. Ihre Dienste bot sie über ihren Instagram-Account an und das mit großen Erfolgen, denn die Nachfrage war enorm.

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Pro Kuchen nahm sie zwischen 13.000 Yen und 15.000 Yen (ca. 99 Euro und 115 Euro). Kunden konnten ihre einfach ein Bild senden, was sie dann auf dem Kuchen nachmalte. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau so um die 6,5 Millionen Yen (ca. 49.871 Euro) verdient hat.

Fall sorgt für Aufsehen

Die Frau gab die Vorwürfe bereits zu und sagte, dass sie gewusst hätte, dass das, was sie tat, falsch war. Sie glaubte aber, dass niemand an ihren normalen Kuchen interessiert sei, weswegen sie die Anime-Motive anbot. Verständnis hatten die Rechtsinhaber von „Demon Slayer“ aber nicht und zeigten sie deswegen an.

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Der Fall sorgte online für Aufsehen, da er ungewöhnlich ist. Normalerweise verfolgt die Polizei hauptsächlich Personen, die Fälschungen von bereits bestehendem Merchandise anbieten. Selbstgemachte eigene Ideen sind hingegen meisten kein Problem, wie der große Markt an Fan-Doujinshi (selbst verlegte und gezeichnet Fan-Manga) zeigt.

Weswegen die Rechteinhaber aber vermutlich auf die Frau aufmerksam geworden sind, ist der Fakt, dass sie sich auf Grundlage von Bildern aus der Reihe ein dauerhaftes Geschäft aufgebaut hat und somit Geld mit dem geistigen Eigentum von anderen verdient hat.

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