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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanische Jugendliche zerstören auf ihrer Klassenfahrt Kunstwerke

Mehrere Kunstwerke fielen dem Vandalismus zum Opfer

Japanische Jugendliche zerstören auf ihrer Klassenfahrt Kunstwerke

In der japanischen Präfektur Niigata haben am 21. April einige Jugendliche während eines Schulausflugs mehrere Kunstwerke zerstört, die zu einer Ausstellung der Echigo-Tsumari Art Triennale 2022 gehören.

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Nach Angaben der Stadtregierung wurden Ryota Kuwakubos „LOST #6“ und Carsten Nicolais „Wellenwanne LFO“ schwer beschädigt. Der Vandalismus wurde von den Lehrkräften noch während des Ausflugs bemerkt.

Die Kunstwerke „LOST #6“ und „Wellenwanne LFO“ wurden beschädigt

Bei Kuwakubos „LOST #6“ handelt es sich um eine Installation, bei der eine Modelleisenbahn sowie einige Gegenstände (z.B. Teile von Textilherstellungsanlagen) so vor einer Wand positioniert worden sind, dass das von der Eisenbahn ausgestrahlte Licht auf die Gegenstände trifft und ein Schattenspiel auf der dahinterliegenden Wand entsteht.

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Die Kunstinstallation ist so schwer beschädigt worden, dass sie nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. Eine Reproduktion ist ebenfalls nicht möglich, weswegen sie der Ausstellung endgültig entnommen werden musste.

Bei Nicolais „Wellenwanne LFO“ wurde eine Wasseroberfläche mit niedrigen Frequenzen in Bewegung versetzt und die dadurch entstandenen Wellen auf eine Leinwand projiziert. Die dazugehörige Pfeife wurde von den Jugendlichen verbogen. Sie wurde bereits provisorisch repariert und das Werk wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der erste Vorfall dieser Art

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Für die Veranstaltenden der Ausstellung war dieser Vorfall ein ziemlicher Schock. Yoshifumi Sekiguchi, der Bürgermeister von Tokamachi, kommentierte diesbezüglich: „Wir veranstalten die Echigo-Tsumari Art Triennale schon seit langer Zeit und hatten nie Probleme.“

Die Jugendlichen besuchen eine Junior High School in der Stadt Niigata. Die Schule sowie das Bildungsamt der Stadt haben sich bereits für die Schäden entschuldigt.

Die Stadtverwaltung von Tokamachi hat inzwischen einen Schadensbericht bei der Polizeistation von Tokamachi eingereicht und plant, eine Entschädigung von der Stadtverwaltung von Niigata zu fordern.

Des Weiteren sollen in naher Zukunft Überwachungskameras im Museum sowie einigen anderen Orten installiert werden.

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