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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanische Krankenschwester wegen Mordes an drei Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt

Keine Todesstrafe

Japanische Krankenschwester wegen Mordes an drei Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt

In Japan hat das Gericht in Yokohama eine 34-jährige Krankenschwester zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und folgte damit nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die die Todesstrafe gefordert hatte.

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Die Frau hatte 2016 in einem Krankenhaus in Yokohama drei Patienten ermordet, indem sie ein Desinfektionsmittel in ihre Fusionen gegeben hatte.

Krankenschwester ist für ihr Verbrechen verantwortlich

Der Vorsitzende Richter Kazunori Karei sagte, dass die Krankenschwester für ihr Verbrechen verantwortlich gemacht werden könne. Während der Verhandlung argumentierte die Verteidigung, dass die Täterin zum Tatzeitpunkt unter Schizophrenie gelitten und nur eingeschränkt zurechnungsfähig gewesen ist.

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Der Richter kam zu dem Schluss, dass eine Verurteilung zu lebenslanger Haft angemessen sei, da sie während des Prozesses Reue gezeigt habe.

„Sie versteht die enorme Schwere der Verbrechen und sagte sogar in ihrer letzten Aussage, dass sie mit ihrem eigenen Tod Wiedergutmachung leisten will“, so der Richter in seiner Urteilsbegründung. „Indem wir sie für den Rest ihres Lebens mit der Last ihrer Schuld konfrontieren, ist es fair, sie wieder auf den richtigen Weg im Leben zu bringen.“

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Die Staatsanwaltschaft erklärte während des Verfahrens, dass die Krankenschwester Züge einer Autismus-Spektrum-Störung gezeigt habe, aber voll verhandlungsfähig sei. Die Autismus-Spektrum-Störung hat weder ihre Entscheidungsfindung beeinflusst noch eine Rolle bei ihren Verbrechen in dem Krankenhaus gespielt.

Patienten sollten sterben, wenn die Täterin nicht im Dienst war

Während einer der Anhörungen sagte die Täterin: „Um zu vermeiden, dass ich von Familienmitgliedern beschuldigt werde, wenn Patienten während meiner Arbeitszeit sterben, habe ich es so eingerichtet, dass sie sterben, wenn ich nicht im Dienst bin.“

Sie entschuldigte sich bei den Familienangehörigen der Patienten während des Prozesses, der letzten Monat begann. Das Krankenhaus ist seit 2019 geschlossen.

Die Tochter eines der Opfer sagte vor einigen Tagen, dass die Täterin keine Reue empfinde und forderte ebenfalls die Todesstrafe.

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