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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanische Küstenwache geht ungewöhnlichen Schritt, um gesunkenes Vergnügungsschiff zu untersuchen

Schiff wurde beschlagnahmt

Japanische Küstenwache geht ungewöhnlichen Schritt, um gesunkenes Vergnügungsschiff zu untersuchen

Die japanische Küstenwache ist einen ungewöhnlichen Schritt gegangen, um das am 23. April gesunkenen Vergnügungsboots Kazu I uneingeschränkt untersuchen zu können.

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Gegen die Kazu I, deren Untergang 26 Menschen das Leben kostete, wurde jetzt ein Durchsuchungsbefehl erwirkt, was normalerweise nicht nötigt ist. Da die Untersuchung wahrscheinlich einige Zeit andauern wird, wurde gleichzeitig ein Haftbefehl erwirkt, um das Schiff beschlagnahmen zu können.

Sicherstellung für gründliche Untersuchung

Die gesunkene Kazu I wurde am 27. Mai vom Meeresgrund geborgen und wurde dann auf einen Lastkran gehievt, der nun im Hafen von Abashiri liegt.

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Da inzwischen der Verdacht aufgekommen ist, dass die Todesopfer durch Fahrlässigkeit des Bordpersonals verursacht worden sein könnten, hatte sich die Küstenwache einen ungestörten Zugang gewünscht, um ihren Untersuchungen nachgehen zu können.

Das Boot soll dazu gründlich von oben bis unten durchsucht werden, die Ermittler wollen dabei mit dem Präsidenten von Shiretoko Pleasure Boat, Seiichi Katsurada, zusammenarbeiten

Fehlende Sicherheitsausrüstung an Bord des Vergnügungsboots?

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Rund um das Boot wurden inzwischen blaue Plastikplanen angebracht, während immer noch Meerwasser abgelassen wird, da insbesondere der Maschinenraum zur Beweissicherung für die Ermittler von Interesse ist.

Die Küstenwache vermutet derzeit, dass sowohl der Präsident Katsurada als auch der immer noch vermisste Kapitän Noriyuki Toyoda fahrlässig gehandelt haben, obwohl es ihre Pflicht gewesen wäre, sicherzustellen, dass ihre Passagiere sicher den Hafen erreichen.

Auch will die Küstenwache überprüfen, ob möglicherweise die nötige Sicherheitsausrüstung an Bord gefehlt hat.

Ungewöhnliches Vorgehen der Küstenwache aufgrund der Schwere des Unfalls

Normalerweise benötigt die Küstenwache keinen Durchsuchungsbefehl für Untersuchungen, da betroffene Boote meistens am Ort des Unfalls untersucht werden können.

Aber aufgrund der Todesopfer und der Schwere des Unfalls wurde diesmal seitens der Behörden ein Haftbefehl erwirkt, der zur Beschlagnahmung des Vergnügungsboots, das am 30. Mai an Land überführt werden konnte, führte.

Die Beamten der Küstenwache können das verunglückte Schiff und seinen Motor jetzt genau auf Schäden untersuchen.

Auch eine genaue Analyse der möglicherweise auf Instrumenten und Messgeräten entstanden und gespeicherten Daten wird so möglich.

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