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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanische Stadt erhält wegen Impfprogramm für Jugendliche zahlreiche Drohungen

Stadt wird Massenmord vorgeworfen

Japanische Stadt erhält wegen Impfprogramm für Jugendliche zahlreiche Drohungen

Die japanische Stadt Ine in der Präfektur Kyodo hat am Montag ihre Impfhotline schließen müssen, da die Stadt wegen ihres Impfprogramms für Jugendliche mit Drohanrufen überschwemmt wurden.

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Nach Angaben der Stadt argumentierten die meisten Anrufer damit, dass der Impfstoff Jugendlichen schadet und Frauen unfruchtbar macht.

Impfhotline der japanischen Stadt durch Drohanrufe überlastet

Außerdem gab es mehrere Morddrohungen und Anschuldigungen, dass die japanische Stadt Massenmord begeht. Die Anzahl dieser Anrufe überlastete die Kapazität der Hotline und zwang die Stadt, sie abzuschalten.

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Nachdem die Hotline abgeschaltet wurde, gingen über 100 weitere Drohungen bei der Stadtverwaltung ein. Alle kamen von außerhalb der japanischen Stadt.

Zusätzlich gab es einige Droh-E-Mails und Faxe mit Protesten gegen die Impfkampagne und weiteren Drohungen.

Polizei soll ermitteln

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Mittlerweile wurde die Polizei eingeschaltet, um gegen die Drohungen vorzugehen.

Japan hinkt im Vergleich mit anderen Industrieländern mit einer Impfkampagne deutlich hinterher, obwohl die Olympischen Spiele in Tokyo in weniger als zwei Monaten eröffnet werden.

Mittlerweile wurden mehrere Massenimpfzentren eröffnet, um schnell mehr Menschen impfen zu können. Ab dem 21. Juli sollen auch Arbeitgeber und Universitäten den Impfstoff verabreichen. Allerdings fehlt es weiterhin an medizinischem Personal.

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