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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanischer Polizist wird wegen Verbindungen zur Yakuza suspendiert

Polizist gab Informationen weiter

Japanischer Polizist wird wegen Verbindungen zur Yakuza suspendiert

MS: Japan geht immer härter gegen die Yakuza vor. Dabei kann schon alleine der Verdacht, dass man mit den Verbrecher-Syndikaten zu tun hat, schwere Konsequenzen haben. So auch für einen Polizisten, der nun entlassen werden soll.

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Die Polizei der Präfektur Kanagawa bestätigte am Freitag, dass sie einen Inspektor in den Vierzigern suspendiert haben, der entlassen werden soll. Er steht unter dem Verdacht, Verbindungen zur Yakuza zu haben und heimlich Information weiterzugeben.

Informationen wurden an die Yakuza weitergegeben

Genauer soll er Ermittlungsdetails einer Partei mitgeteilt haben, die wiederum Verbindungen zum organisierten Verbrechen hat. Laut einer Quelle war der Inspektor in der zweiten Ermittlungsabteilung der Polizei der Präfektur. Zuvor hatte er in der Abteilung für organisiertes Verbrechen gearbeitet.

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Welche Informationen er genau weitergegeben hat, ist nicht bekannt. Allerdings soll er für die Daten im Gegenzug Geld erhalten haben, wobei bisher keine Summe genannt wurde. Das stritt der Inspektor während seiner Vernehmung aber wiederholt ab.

Fall wird genauer untersucht

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Der Fall wird von der Polizei nun genauer untersucht und es wird geprüft, ob wirklich kein Geld geflossen ist. Man wird dabei auch schauen, wie weit der Inspektor gegen das Gesetz für öffentliche Ämter verstoßen hat, das die Weitergab von vertraulichen Daten verbietet. Die kompletten Disziplinarmaßnahmen will man die Tage noch offenlegen.

Auch wenn die Polizei mittlerweile sehr hart gegen die Yakuza vorgeht, ist sie zurzeit ein wenig besorgt. Vor einigen Tagen wurde in Fukuoka der Anführer der gefährlichsten Yakuza-Gruppe in Japan zum Tode verurteilt. Vor allem in der Region befürchtet man nun Racheaktionen und die Bedrohung von Zeugen sowie den Richtern.

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