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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanischer Senior hinter angenagelter Putin-Puppe wird nicht angeklagt

Schrein zieht Anzeige zurück

Japanischer Senior hinter angenagelter Putin-Puppe wird nicht angeklagt

Auch in Japan zeigen die Menschen deutlich, was sie vom Krieg in der Ukraine und dem russischen Präsidenten halten. Ein Senior hat kürzlich eher ungewöhnlich protestiert und Strohpuppen mit Wladimir Putins Gesicht an Schreine genagelt. Ein Nachspiel soll das aber jetzt nicht haben.

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Vor etwa zwei Wochen wurde der 72 Jahre alte Mann aus Matsudo wegen Sachbeschädigung an einem Schrein verhaftet. Er hatte ein kleine Puppe an einen heiligen Baum des Mikazuki-Schreins genagelt und ihn dabei beschädigt. Neben dem Schaden wurde ihm bei der Verhaftung auch noch Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Zahlreiche Putin-Puppen gefunden

Bei der Strohpuppe selbst handelt es sich um eine sogenannte Wara Ningyo, die auch als japanische Voodoo-Puppe bezeichnet wird. Der Senior gab später an, dass er Putin mit der Aktion tödlich verfluchen wollte. An mindestens neun weiteren Schreinen wurden ähnliche angenagelte Puppen gefunden, die alle Putins Gesicht trugen. Ob sie auch dem Senior gehören, ist bisher nicht klar.

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Die Polizei konnte den Mann zumindest für den Schaden am Mikazuki-Schreins verhaften, da eine Überwachungskamera ihn mit einer der Puppen aufgezeichnet hatte. Damit war der Fall für die Polizei recht klar. Zu einer Anklage wird es jetzt aber nicht kommen, denn die Anzeige wurde fallen gelassen.

Bereits am Montag wurde der Mann wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Ein Sprecher der Matsudo-Abteilung der Staatsanwaltschaft von Chiba erklärte, dass Mikazuki Schrein die Anzeige zurückgezogen hat. Warum genau wurde nicht erklärt

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