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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapanisches Gericht verurteilt 3 Personen wegen „Fast Movies“ auf YouTube

Die Filmindustrie im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen

Japanisches Gericht verurteilt 3 Personen wegen „Fast Movies“ auf YouTube

Jiji: Immer wieder verstoßen Raubkopierer durch ihre Aktivitäten gegen das Urheberrechtsgesetz und schädigen damit die Filmindustrie. Nun gab es ein Urteil im Fall um die sogenannten „Fast Movies“, welche widerrechtlich bei YouTube hochgeladen worden waren.

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Bei den „Fast Movies“ handelt sich um Filme, die ohne eine Erlaubnis der Urheberrechtsinhabenden auf etwa zehn Minuten geschnitten und dann wie z.B. in diesem Fall bei YouTube hochgeladen wurden. Ein klare Urheberrechtsverletzung.

Drei Angeklagte, drei Urteile

Das Gericht hat inzwischen das Urteil bezüglich der drei Angeklagten verkündet, die in einem Zeitraum zwischen Juni und Juli letzten Jahres fünf Filme widerrechtlich geschnitten und mit extra hinzugefügten begleitenden Handlungserzählungen veröffentlicht haben sollen.

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Der Richter verurteilte den 25-jährigen Haupttäter, der das Verbrechen initiiert hatte, zu zwei Jahren Gefängnis und einer Bewährungsstrafe von vier Jahren. Des Weiteren muss er eine Geldstrafe in Höhe von 2 Millionen Yen zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte ebenfalls zwei Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe in Höhe von 2 Millionen Yen beantragt gehabt.

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Die beiden Personen, die an dem Schnitt der Filme beteiligt gewesen waren, wurden jeweils zu 18 Monaten Gefängnis und einer Bewährungsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Hier hatte die Staatsanwaltschaft zuvor einen Gefängnisaufenthalt von 18 Monaten ohne eine Bewährung gefordert.

„Fast Movies“: Eine Gefahr für die Filmindustrie

Der Vorsitzende Richter des Bezirksgerichts Sendai, Takao Okawa, sagte, dass „Fast Movies“ „die Entwicklung der Filmkultur behindern könnten“.

Die illegalen Handlungen des Trios könnten „die Gewinnstruktur von Filmen zerstören und verdienten damit eine schwere Verurteilung“, sagte Okawa. „Der Schaden ist angesichts der Anzahl der Videoaufrufe groß und das Ergebnis gravierend.“

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Die in Tokyo ansässige Content Overseas Distribution Association, die die Ermittlungen in dem Fall unterstützte, sagte in einer Erklärung, dass sie „die Bemühungen fortsetzen wird, die betrügerische Verwendung (von Inhalten) zu beseitigen und das Urheberrecht angemessen zu schützen“.

Die Filmindustrie kämpft an mehreren Fronten

Nicht nur die illegalen Uploads von urheberrechtlich geschützten Inhalten im Netz sind ein Problem.

Erst im Juni dieses Jahres war ein Mann von der Polizei von Osaka verhaftet worden, weil er bei einem Kinobesuch heimlich den Film „Detective Conan: The Scarlet Bullet“ mit seinem Smartphone aufgenommen hatte.

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