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HomeNewsKriminalität & RechtJapans Polizei nimmt erstmals Person wegen des Weiterverkaufs eines Kryptowährungskontos fest

Festnahme wegen Betrugs

Japans Polizei nimmt erstmals Person wegen des Weiterverkaufs eines Kryptowährungskontos fest

Kryptowährung ist nach wie vor im Trend und auch in Japan gibt es viele überzeugte Anhänger der Währungsform. Ein Mann wurde kürzlich von der Polizei festgenommen, weil er ein Kryptowährungskonto weiterverkaufte.

Die Präfekturpolizei von Aichi nahm am Montag einen 36 Jahre alten Mann fest, der Betrug und einen Verstoß gegen das Gesetz zur Verhinderung der Übertragung von Erträgen aus Straftaten begangen haben soll. Dem Restaurantangestellten aus Hamamatsu, Shizuoka wird vorgeworfen, dass er ein Kryptowährungskonto nur für den Weiterverkauf eröffnet hat.

Konto für Kryptowährung sollte an eine andere Person gehen

Im Oktober 2020 soll der Mann einen Vertag unterschrieben haben, um ein Transaktionskonto für Kryptowährung zu eröffnen. Die Eröffnung des Kontos ist an sich kein Problem. Jedoch versprach der Mann am nächsten Tag einer bisher unbekannten Person die Übertragung des Kontos für 15.000 Yen (ca. 113,28 Euro).

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Es war nicht das einzige Konto. Insgesamt entdecke die Polizei sechs ähnliche und es wird untersucht, ob sie ebenfalls verkauft werden sollten. Der Mann gab die Vorwürfe bereits zu. Er erklärte, dass er das Geld benötigte, um unter anderem seine Schulden in Online-Casinos abzubezahlen.

Es ist laut Polizei das erste Mal, dass es in Japan zu einer Festnahme wegen Betrugs aufgrund des Weiterverkaufs eines Kontos für virtuelle Währung kommt. Kryptowährung ist in Japan zwar bereits seit 2017 eine anerkannte Währung, es mangelt aber an Regulierung.

Weitergabe von Konten gilt als Betrug

Deswegen ist der Umgang mit der virtuellen Währung nicht ganz geklärt. Personen können in Japan ein Konto für das virtuelle Geld ohne ein Bankbuch oder Siegel eröffnen. Eine Überprüfung erfolgt durch die Online-Eingabe von personenbezogenen Daten, wie dem Führerschein.

Mit den Konten können die Personen anschließend mit der Kryptowährung spekulieren. Aufgrund des einfachen Erstellungsprozesses sind die Konten anfällig für Betrug. Nach dem japanischen Gesetz ist es verboten, ein Konto und Kreditkarten an andere Personen weiterzugeben, da es als Betrug gilt. Bisher wurden Konten für virtuelle Währung jedoch nicht einbezogen.

Die Polizei von Aichi meldete jedoch eine steigende Zahl an Fällen, in denen die Konten für illegale Dinge missbraucht werden. Einige laufen dabei unter einem falschen Namen. Aus dem Grund wird nun schärfer gegen Betrugsversuche vorgegangen und vermutlich werden sich daran auch andere Präfekturen ein Beispiel nehmen.

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