Anzeige
HomeNewsKriminalität & RechtJapans Regierung gibt Existenz der Akagi Files im Moritomo-Skandal zu

Regierung wurde zur Reaktion gezwungen

Japans Regierung gibt Existenz der Akagi Files im Moritomo-Skandal zu

Der Skandal rund um den Schulbetreiber Moritomo Gakuen und das japanische Justizministerium erstreckt sich nun schon über einige Jahre. Zuletzt wurde für die Offenlegung der sogenannten Akagi Files gekämpft, welche die angeordneten Fälschungen für das Ministerium belegen. Die Regierung hat nun zugegeben, dass die Unterlagen existieren.

Die Dokumente wurden von dem 54 Jahre alten Toshio Akagi verfasst, der für des Kinki Local Finance Bureau des Finanzministeriums arbeitete. In ihnen hielt er fest, dass er 2017 wiederholt gezwungen wurde, die Dokumente zum Immobilienverkauf zwischen dem Ministerium und Moritomo zu manipulieren.

Akagi Files sind für Japans Regierung sehr belastend

Das Ministerium hatte nach bekanntwerden des Skandals behauptet, dass es die Verkaufsunterlagen nicht gibt. Erst später gaben sie die Existenz zu und dass sie gefälscht wurden. Als das bekannt wurde, nahm sich Akagi 2018 wegen großer Schuldgefühle das Leben. In einem Abschiedsbrief legte er alle Details zum Vorgehen seiner Arbeitgeber offen.

LESEN SIE AUCH:  Abe-Regierung hat im Moritomo-Skandal zahlreiche Falschaussagen getätigt

Seine Frau reichte 2020 eine Schadensersatzklage gegen die Zentralregierung und weitere Parteien ein. Sie fordert, dass die ganze Wahrheit öffentlich wird und die Regierung für den Tod ihres Mannes Verantwortung übernimmt. Aus dem Grund wollte sie auch eine Veröffentlichung der Akagi Files.

Ende vom Prozess ist noch nicht in Sicht

Die Regierung weigerte sich jedoch bisher zu sagen, ob die Akagi Files noch existieren oder nicht, da sie für den Prozess irrelevant seien. Die Witwe sah sie für den Prozess um den Todesfall ihres Mannes jedoch als unverzichtbar an. Das Bezirksgericht von Osaka stimmte ihr zu und ordnete an, dass die Regierung bis zum 6. Mai eine Antwort geben muss.

Nun wurde sie in einer schriftlichen Antwort an das Gericht und die Witwe bestätigt. Ein Beamter des Büros des Premierministers erklärte, dass es so lange gedauert hat, weil sie die Unterlagen noch finden mussten.

Akagis Witwe zeigte sich erleichtert und bezeichnet die Antwort als einen großen Schritt nach vorne. Sie möchte weiterhin, dass die Regierung alles veröffentlicht, was ihr Mann aufgezeichnet hat. Am 23. Juni sollen die Akagi Files im Gericht vorgestellt werden, wobei einige Teile und persönliche Informationen bearbeitet werden, die für den Fall nicht relevant sind.

Zu den Inhalten selbst schreibt das Ministerium, dass die Akagi Files den Prozess der Fälschung beschreiben und E-Mails sowie anderes Material beinhalten, das den Austausch zwischen Mitarbeitern des zentralen und lokalen Finanzbüros belegt.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen

Kommentare

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments