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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJapans Regierung muss Schadensersatz für Fluglärm zahlen

Wesentlicher Teil der Klage wurde abgelehnt

Japans Regierung muss Schadensersatz für Fluglärm zahlen

Am Montag urteilte ein Gericht in Japan, dass die Regierung Anwohnern in der Nähe eines Stützpunktes der Air Self-Defence Force in der Präfektur Miyazaki wegen des Fluglärms Schadensersatz zahlen muss.

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Das Gericht wies allerdings den Antrag der Kläger ab, dass die Flüge auf dem Stützpunkt Nyutabaru zwischen 17 Uhr und 8 Uhr einzustellen seien, wenn der Fluglärm Weighted Equivalent Continuous Perceived Noise Level die 75 überschreitet.

Fluglärm macht die Anwohner krank

Ebenfalls abgelehnt wurde die Forderung der Kläger, dass die Regierung für alle Gesundheitsschäden aufgrund des Fluglärms Entschädigung zahlen muss.

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Insgesamt verlangten die 178 Kläger eine monatliche Zahlung von 35.000 Yen (ca. 264 Euro) und die Übernahme der Anwaltskosten. Viele Anwohner argumentierten, dass sie durch den Flugbetrieb mittlerweile an Taubheit, Tinnitus und Schlafstörungen leiden.

Kein Einsehen bei der japanischen Regierung

Die japanische Regierung argumentierte, dass der Lärm der Flugzeuge durch die Isolierung der Häuser abgeschwächt wird und dass solche Maßnahmen bei der Höhe der Entschädigung und wer dazu berechtigt ist, diese zu bekommen, vom Gericht berücksichtigt werden müssen.

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Das Urteil ist nicht das Erste in Japan, dass die Regierung zu Schadensersatzzahlungen zwingt. Zuletzt urteilte ein Gericht im Fall der Kadena Base ähnlich.

Der Messwert 75 der Weighted Equivalent Continuous Perceived Noise wird in Japan immer wieder als Maßstab für die Forderung einer Entschädigung wegen Fluglärm genommen.

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