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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtJR West möchte Alarmsystem in Zügen installieren

Mikrofone sollen auf bestimmte Geräusche reagieren

JR West möchte Alarmsystem in Zügen installieren

Die West Japan Railway Co. (JR West) möchte die Sicherheit ihrer Fahrgäste weiter verbessern. Dazu wird nun ein Notfallwarnsystem entwickelt, das ungewöhnliche Geräusche in Zügen wie z. B. Schreie, erkennen kann.

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Auslöser der Projektidee waren eine Reihe von Angriffen in Zügen in den letzte Jahren, darunter eine Messerstecherei in einem Shinkansen.

Mikrofone im Zug reagieren auf bestimmte Geräusche

„Wir müssen den Zugfahrgästen auf verschiedene Weise ein Gefühl der Sicherheit vermitteln“, sagte Kazuaki Hasegawa, der Präsident von JR West. „Wenn (das System) gut funktioniert, würden wir es gerne in unseren Zügen einführen“.

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Dazu werden Mikrofone an verschiedenen Stellen im Zug installiert. Wenn sie Schreie, Kämpfe, Hilferufe oder andere Anomalien wahrnehmen, wird nach Angaben von JR West sofort ein Alarm an die Mitglieder des Zugpersonals in ihren Abteilen gesendet.

Alarm-System ermöglicht schnellere Reaktionszeit

Das System ermöglicht eine wesentlich schnellere Reaktionszeit als die herkömmliche Methode, bei der die Fahrgäste einen Notrufknopf drücken und dem Zugpersonal über eine Gegensprechanlage mitteilen, was im Waggon vor sich geht.

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JR West und eines seiner Konzernunternehmen sind nun dabei, die Geräusche mithilfe künstlicher Intelligenz zu analysieren. Das Unternehmen hat noch nicht festgelegt, wann das System in den Zügen eingeführt werden soll.

JR West zerstreute auch Datenschutzbedenken, indem sie angaben, das System werde nicht automatisch Sprachdaten aufzeichnen und speichern.

Mehrere Anschläge in Zügen in den letzten Jahren

Die Anschläge in Zügen in den letzten Jahren haben deutlich gemacht, dass die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert werden muss.

Im Jahr 2018 wurden ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt, als ein Mann in einem Tokaido Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug in der Präfektur Kanagawa eine Messerstecherei anfing.

Im Jahr 2021 wurden 17 Fahrgäste bei einer Messerstecherei und einem Brandanschlag in einem Zug der Keio-Linie in Tokio verletzt, während 10 Menschen bei einem Messerangriff in einem Zug der Odakyu-Linie, ebenfalls in der Hauptstadt, verwundet wurden.

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