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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtKrankenhaus in Japan kämpft weiter gegen Ransomware

Kein Geld für Verbrecherorganisationen

Krankenhaus in Japan kämpft weiter gegen Ransomware

Vor einigen Tagen wurde das städtische Krankenhaus in der japanischen Stadt Tsurugi ein Opfer von Ransomware, was dazu führte, dass die Klinik nicht mehr an die Daten der Patienten herankommt.

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Die Klinik hat daraufhin seinen Betrieb stark eingeschränkt. Das Seltsame bei dem Angriff war allerdings, dass es nicht wie üblich eine Geldforderung gegeben hat. Diese Forderung gibt es nun allerdings ebenfalls.

Forderung wird nicht erfüllt

Laut des Krankenhauses werden 200 Millionen Yen (ca. 1,5 Millionen Euro) für den Entschlüsselungscode gefordert, die man allerdings nicht zahlen will.

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Trotzdem plant die Klinik seinen Betrieb ab dem 4. Januar wieder vollumfänglich aufzunehmen.

Ransomware entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Diese Software verschlüsselt die Daten eines Systems und zeigt nur noch eine Zahlungsaufforderung für einen Entschlüsselungscode an.

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Zwar hat das Krankenhaus eine Firma mit der Wiederherstellung der Daten beauftragt, allerdings kann noch niemand sagen, ob dieser Versuch mit Erfolg gekrönt sein wird.

Der Bürgermeister von Tsurugi, Shigeru Kanenishi, erklärte: „Wir haben zunächst daran gedacht, das Lösegeld zu zahlen, aber es gibt keine Garantie, dass die Daten zu 100 Prozent wiederhergestellt werden können. Wir haben beschlossen, dass wir als Stadtverwaltung eine kriminelle Gruppe nicht mit öffentlichen Geldern bezahlen können.“

Die Daten der Patienten werden im Moment auf Papier festgehalten, wie der Betrieb im Januar genau wieder starten soll, wurde nicht erklärt.

Ransomware kam über veraltetes VPN ins System

Zum Infektionsweg des Virus erklärte das Krankenhaus, dass die ID und das Passwort eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN), das von einem Auftragnehmer für die Ferninspektion seines Systems verwendet wurde, nach außen gelangten.

Das VPN-Gerät ist ein altes Modell, dessen Schwachstelle bereits in der Vergangenheit aufgezeigt wurde, und es ist sehr wahrscheinlich, dass das System über diesen Weg infiziert wurde.

Die Klinik kündigte an, dass es Maßnahmen wie die Unterbrechung einer kontinuierlichen Internetverbindung ergreifen werde.

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