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Grund sind mehrere Betrugsfälle

Krankenhaus in Japan verliert Zulassung wegen gefälschter Abrechnungen

Krankenhäuser werden im Moment dringend gebraucht, dennoch wurde nun einem Krankenhaus in Kanazawa von der Gesundheitsbehörde die Zulassung als medizinische Einrichtung, die versicherungspflichtige Behandlungen anbietet, entzogen.

Die Entscheidung erfolgte, nachdem sich herausgestellt hatte, dass das Krankenhaus sechs Jahre lang die Zahl der Krankenschwestern und die Arbeitszeiten falsch angab, um Beschäftigungsunterlagen zu fälschen und illegal medizinische Gebühren zu erhalten.

Krankenhaus betrog um 1,2 Millionen Euro

Die Ankündigung wurde vom Tokai-Hokuriku Regional Bureau of Health and Welfare am 17. Februar gemacht. Nach Angaben des Büros hat das Fujii-Krankenhaus in Kanazawa, der Hauptstadt der zentraljapanischen Präfektur Ishikawa, zwischen 2013 und 2018 950 betrügerische Anträge mit einem Gesamtbetrag von etwa 159 Millionen Yen (ca. 1,2 Millionen Euro) gestellt.

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Die Kündigung wurde zum 1. Januar 2021 ausgesprochen, und das Krankenhaus kann nun fünf Jahre lang nicht erneut akkreditiert werden. Es ist als eines der sekundären Notfallkrankenhäuser der Präfektur ausgewiesen und verfügt über 105 Betten. Etwa 90 stationäre Patienten können möglicherweise keine versicherungsmedizinische Behandlung erhalten, und der Betreiber des Krankenhauses, das medizinische Unternehmen Hakuyokai, erwägt, den Betrieb an ein anderes Unternehmen zu übertragen.

Entschuldigung für Verfehlungen

Nach Angaben des Regionalbüros des Gesundheitsministeriums erhielt es im August 2016 Informationen, dass der Dienstplan der Stationsschwestern und ihre Zeitkarten gefälscht worden waren.

Mehrere Betrugsfälle wurden während einer Untersuchung im Jahr 2017 bestätigt, nachdem die Behörde, die im Jahr 2016 eingereichten Dokumente mit den tatsächlichen Pflegeaufzeichnungen verglichen hatte.

Als Reaktion auf die Untersuchung gab der damalige Chefsekretär zu, dass das Krankenhaus den Dienstplan gefälscht und bei der Krankenkasse eingereicht hatte, als ob die Anzahl der Nachtschichtschwestern der Einrichtung den Standards entspräche, obwohl dies in Wirklichkeit nicht der Fall war.

Hiroyuki Fujii, der leitende Direktor von Hakuyokai, sagte auf einer Pressekonferenz am 17. Februar in Kanazawa: „Es tut mir sehr leid, dass schlechte Aufsicht zu diesen schändlichen Fällen geführt hat.“ Kiyotaka Uchida, ein bei der Konferenz anwesender Anwalt, sagte, dass hinter den Betrugsvorwürfen Probleme mit der Unternehmensführung des Krankenhauses stehen, einschließlich des Fehlens eines Mechanismus zur gegenseitigen Kontrolle durch das verantwortliche Personal.

Es wird erwartet, dass das Geld vom Krankenhaus zurückerstattet wird, und das Regionalbüro wird keine Strafanzeige einreichen.

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