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HomeNewsKriminalität & RechtKreditbetrug nimmt in Japan zu

Angebote über die sozialen Medien nehmen zu

Kreditbetrug nimmt in Japan zu

In Japan gibt es immer mehr Probleme Kreditbetrug, bei Krediten, die zwischen Personen über die sozialen Netzwerke abgeschlossen wurden.

Nach Angaben des National Consumer Affairs Center of Japan (NCAC) stiegen durch die Pandemie die Fälle deutlich an. Dabei trifft es oft die Menschen, die durch die Pandemie schwere wirtschaftliche Einbußen hinnehmen mussten.

Schneller Kredit für Menschen in Not führt zu überhöhten Zinsen

Während einige Anbieter dieser Kredite zwar angeben, Privatpersonen zu sein, steckten meistens Kredithaie oder illegale Geldverleiher dahinter.

Am 12. Mai verhaftete die Polizei in der Präfektur Saitama einen 66-jährigen Mann wegen Kreditbetrug. Laut der Polizei hat er gegen das Gesetz zur Regulierung von Geldverleihgeschäfte verstoßen, indem er zwischen Februar und Juli 2020 insgesamt 390.000 Yen (ca. 2.916,06 Euro) an drei Frauen verliehen hatte.

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Am 1. Juni folge ein erneuter Haftbefehl, da sich herausstellte, dass der Mann deutlich überhöhte Zinsen verlangt hatte.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann seit Februar 2020 Nachrichten verschickt, in denen er Frauen Darlehen anbot, die in sozialen Netzwerken und Online-Pinnwänden Kommentare wie „Bitte leih mir Geld“ gepostet hatten.

Insgesamt soll er mehr als 30 Frauen im Teenageralter bis zu den 50ern, darunter auch Highschool-Mädchen, insgesamt etwa 6 Millionen Yen geliehen haben.

Zudem soll er die Opfer dazu gebracht haben, ihm über soziale Medien Fotos von ihren Ausweisen und Nacktbilder zu schicken. Die Polizei geht davon aus, dass er diese Bilder als „Pfand“ benutzt hat.

Unseriöse Angebote bei Twitter nehmen zu

Auf Twitter findet man mittlerweile viele Angebote, die einen unkomplizierten Kredit versprechen. Diese Angebote sind größtenteils unseriös, da selbst das Verleihen von Geld an eine Einzelperson als Kreditvergabe angesehen werden kann, was gegen das Gesetz verstößt.

Nach Angaben der NCAC ist die Zahl der Beratungsanfragen wegen Kreditbetrug in den letzten Jahren in ganz Japan gestiegen. Die meisten Anfragen kommen von Menschen zwischen 20 und 40 Jahren.

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