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Die japanische Polizei gab die offiziellen Zahlen bekannt

Mehr als 600 Fälle von Cyber-Kriminalität mit Corona-Bezug im ersten Halbjahr 2020 gemeldet

Die Nationale Polizeibehörde Japans erklärte, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2020 insgesamt 608 Fälle von Cyber-Kriminalität gemeldet wurden, die in Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus stehen.

Aus 44 Präfekturen kamen ab Ende Februar Meldungen, aber auch Anfragen an die Polizei, in Zusammenhang mit der Pandemie. Von diesen 608 gemeldeten Fällen handelte es sich bei 286 (47 Prozent) um Betrugsanzeigen. Dabei hatten die Opfer online Masken bestellt und bezahlt, diese aber nie erhalten.

Cyber-Angriffe im großen Rahmen

Weitere 115 Anzeigen kamen von Personen, die verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern, die sich als Mitarbeiter der japanischen Regierung ausgaben, erhalten hatten. Die Absender gaben sich als Mobilfunkunternehmen aus und forderten die Menschen auf, von einer speziellen Webseite aus einem Link zu folgen, um Geldleistungen zu beantragen, die angeblich von der Regierung bereitgestellt wurden. In 55 Fällen wurden Kreditkarten-Informationen gestohlen, die Menschen angaben, als sie Gesichtsmasken bestellten.

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Hinzu kamen 57 Fälle von Geschäftsbehinderungen. Dabei wurden online falsche Informationen veröffentlicht, in denen behauptet wurde, dass infizierte Personen bestimme Lokale oder Örtlichkeiten besucht haben. Einige Veröffentlichungen gingen so weit, dass die Polizei anrücken musste.

Auch mehrere Unternehmen brachten Cyber-Angriffe zur Anzeige. Hacker gaben sich als Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitszentrums aus und forderten die Mitarbeiter per Mail auf, angehängte Dateien mit unbekanntem Inhalt zu öffnen. Bei medizinischen Einrichtungen und Forschungsunternehmen aus Übersee soll es zu ähnlichen Cyber-Attacken gekommen sein, die ebenso wie die japanischen per E-Mail verübt wurden.

Yahoo Japan
Yahoo! Japan wehrt sich gegen kriminelle Werbung Bild: Kyodo

Online-Betrug floriert

885 Fälle von Online-Betrug wurden ebenfalls gemeldet, bei denen Geldüberweisungen unter Nutzung von Internet-Bankdienstleistungen vorgenommen wurden. Von Januar bis Juni belief sich der Schaden auf etwa 512 Millionen Yen (4,15 Millionen Euro). Die über den E-Geld-Service Docomo Koza von NTT Docomo gestohlenen Millionen aus dem September werden dafür sorgen, dass die nächsten Zahlen wesentlich höher ausfallen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Mehrzahl der Online-Betrüger angaben, zu einem Finanzinstitut oder einem Paketzusteller zu gehören und die Opfer per Textnachricht kontaktierten. Sie wurden dann auf Phishing-Webseiten geführt, sodass persönliche Informationen wie ID-Namen und Passwörter gestohlen werden konnten.

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