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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtMehr als die Hälfte japanischer Unternehmen Opfer von Cyberangriffen

Angriffe mit Ransomware sind ein großes Problem

Mehr als die Hälfte japanischer Unternehmen Opfer von Cyberangriffen

In den letzten Monaten haben zahlreiche Unternehmen in Japan Cyberangriffe auf ihre Systeme gemeldet, die besonders über das Homeoffice erfolgten. Eine Umfrage betätigte nun, dass das kein neues Problem ist und schon letztes Jahr viele Firmen mit Angriffen zu kämpfen hatten.

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Das IT-Sicherheitsunternehmen CrowdStrike hat in einer weltweiten Umfrage 2.200 Datensicherheitsbeamte von Unternehmen in 13 verschiedenen Ländern befragt. Aus Japan nahmen insgesamt 200 Beamte von großen Firmen an der Befragung zu. Sie stammen dabei unter anderem aus dem Finanzbereich, der Autobranche und anderen wichtigen Sektoren.

Cyberangriffe sorgen für großen Schaden

Von den japanischen Firmen gaben 103 an, dass sie im vergangenen Jahr Opfer von Cyberangriffen mit Ransomware wurden. Bei der Software handelt es sich um einen Virus, der auf Computern sämtliche Daten verschlüsselt und unzugänglich macht. Um sie wieder zu entsperren, wird meistens Lösegeld gefordert.

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In 33 Fällen haben Unternehmen laut der Umfrage gezahlt, um die verschlüsselten Daten wieder zurückzuerhalten. Im Durchschnitt betrug der Betrag dabei um die 992.419 Euro. Die anderen Firmen versuchten das Problem auf eine andere Weise zu lösen.

Zuletzt haben zwei große Cyberangriffe in Japan für Aufsehen gesorgt. So wurde der Spielentwickler Capcom Opfer eines Angriffs, bei dem zahlreiche Daten zu Projekten gestohlen und veröffentlicht wurden. In dem Fall wurde auch eine Ransomware verwendet und Capcom wurde nach offiziellen Angaben von Unbekannten erpresst.

Nicht auf Lösegeldforderungen eingehen

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Mitsusbishi Electric erlitt letztes Jahr einen Angriff, bei dem äußerst sensible Daten und auch persönliche Informationen zu Mitarbeitern sowie Geschäftspartnern gestohlen wurde. Ein zweiter ähnlicher Cyberangriff wurde dazu erst vor wenigen Tagen gemeldet.

CrowdStrike warnt davor auf die Lösegeldforderungen einzugehen, da sie teilweise noch mehr Probleme verursachen können. Gleichzeitig sollten die Unternehmen gerade in der Zeit der Pandemie unbedingt ihre Sicherheitssysteme auf den neusten Stand zu bringen.

In der Umfrage glaubt fast die Hälfte aller Unternehmen, dass die Pandemie schuld an den vielen Angriffe ist, wobei vor allem die oft wenig gesicherten Verbindungen zwischen Homeoffice und den Systemen der Unternehmen das Angriffsziel sind.

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