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Home News Kriminalität & Recht Mehrere Yakuza-Mitglieder wegen des Fangens von Seegurken verhaftet

Zehn Personen wurden festgenommen

Mehrere Yakuza-Mitglieder wegen des Fangens von Seegurken verhaftet

Die Yakuza wird allgemein als eines der gefährlichsten Verbrechersyndikate der Welt angesehen. Drogenhandel, Menschenhandel, Mord und andere schwere Verbrechen werden ihnen zur Last gelegt. Nun wurden mehrere Mitglieder von der Polizei verhaftet, weil sie illegal Seegurken fingen.

Die japanische Polizei meldete am 1. März, dass sie zehn Personen festgenommen haben, die zur Yakuza gehören. Sie sollen bereits am 25. August in Hokkaido illegal Seegurken gefangen haben. Eine Patrouille der Präfekturpolizei hatte in der Stadt Omu an der Küste ein verdächtiges Schiff entdeckt.

Boss der Gruppe gehört zu den Festgenommenen

Es handelte sich um ein Gummiboot, was mit Sauerstoffflaschen, Sendern und anderer Ausrüstung beladen war. Seegurken waren auf dem kleinen Boot keine, jedoch war der Polizei die übliche Masche der Verbrecher bekannt. Die wertvolle Ware wird in vielen Fällen auf ein Schnellboot geladen, das schnell vor der Küstenwache fliehen kann.

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Wenn die Küste dann sicher ist, kommen sie zurück und verladen die Fracht für den weiteren Verkauf. Aus dem Grund untersuchte die Polizei den Vorfall genauer und nahm später zehn Mitglieder der Asahikawa Gruppe fest, die zum Yamaguchi-gumi Syndikat gehören.

Bei einem der Männer handelte es sich dabei um den 57 Jahre alten Boss der Gruppe. Ihn allen droht nun eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten.

Seegurken dürfen in Japan nur mit einer Lizenz gefangen werden und stehen unter besonderem Schutz. Fischer mit einer Erlaubnis haben ein lukratives Geschäft. In China und anderen asiatischen Ländern werden die ungewöhnlichen Meeresfrüchte als Delikatessen zu hohen Preisen gehandelt.

Seegurken als beliebtes Diebesgut der Yakuza

Aus dem Grund sind Seegurken ein beliebtes Objekt auf dem Schwarzmarkt. Sie sind nämlich nicht nur sehr gefragt, sondern auch aufgrund der Regulierungen in Japan deutlich einfach ins Ausland zu transportieren, als andere teure Meeresfrüchte.

Das illegale Fangen von Seegurken ist jedoch ein ernsthaftes Problem in Japan, da der Diebstahl unreparierbare Schäden im Ökosystem verursachen kann. Es wurde deswegen bereits versucht mit strengeren Regelungen die Verbrecher zu stoppen, jedoch mit nur wenig Erfolg.

Der Yakuza geht es seit Jahren schon nicht mehr gut und sie versuchen, auf jedem möglichen Weg Geld zu machen. Von den Haftstrafen lassen sie sich deswegen nur wenig abschrecken und auch nicht von den fatalen Auswirkungen, die ihr Verbrechen haben kann.

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