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Japans Verbrechersyndikate sterben aus

Mehrheit der Yakuza in Japan ist über 50 Jahre alt

Die Yakuza verlieren weiter an Relevanz in Japan, nicht nur, weil die Behörden immer mehr durchgreifen, sondern weil die Mitglieder auch immer älter werden und es kaum Nachwuchs gibt.

Da die japanische Gesellschaft immer älter wird, hat die Yakuza große Probleme, neue junge Mitglieder zu finden, was allmählich dazu führt, dass sie aussterben.

Kaum noch Nachwuchs für die Yakuza

Ende 2019 waren 51,2 Prozent der rund 14.400 Yakuza-Mitglieder des Landes 50 Jahre oder älter. Das ist das erste Mal, dass eine Mehrheit der Mitglieder über 50 Jahre alt war, seit dem die Zahlen seit 2006 erhoben werden.

Auch der Prozentsatz der Mitglieder, die 70 Jahre oder älter sind, ist merklich gestiegen.

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Ende 2006 waren die meisten Mitglieder, 30,6 Prozent, nach Angaben der nationalen Polizeibehörde in den 30er-Jahren. Bis Ende 2019 war dieser Prozentsatz auf 14 Prozent geschrumpft.

2006 waren 12,6 Prozent der Bandenmitglieder in den 20er-Jahren, während der Anteil Ende letzten Jahres 4,3 Prozent betrug.

Da die Zahl der jüngeren Mitglieder abnimmt, gab es einen Anstieg in allen Altersgruppen ab 40 Jahren.

Während 2006 nur 2,3 Prozent der Mitglieder 70 Jahre und älter waren, waren es im letzten Jahr 10,7 Prozent.

Yakuza ist für junge Menschen nicht mehr interessant

In der Präfektur Hyogo gibt es zwei große organisierte Yakuza-Gruppen, die Yamaguchi-gumi, Japans größtes Verbrechersyndikat, und die Kobe Yamaguchi-gumi, die sich im August 2015 von der Yamaguchi-gumi abspaltete.

Ein Beamter der Präfekturpolizei von Hyogo erklärte, dass die Yakuza zu einem weniger beliebten Arbeitsplatz für jüngere Männer geworden seien, da alle Präfekturverwaltungen bis 2011 Verordnungen erlassen hätten, um die Yakuza aus ihren Zuständigkeitsbereichen zu verbannen.

„Mitglieder der Yakuza können keine Bankkonten eröffnen, keine Verträge für Mobiltelefone und Kreditkarten abschließen und keine Versicherungspolicen abschließen“, sagte der Polizeibeamte. „Und wenn sie nicht als Yakuza-Mitglied registriert sind, wird der Chef nicht zur Verantwortung gezogen, sollte das Mitglied verhaftet werden. Die Bosse üben keinen Druck mehr auf jüngere Menschen aus, Bandenmitglieder zu werden“.

Die Gesamtzahl der registrierten Yakuza-Mitglieder ist ebenfalls stark zurückgegangen. Im Jahr 2006 waren es etwa 41.500.

Das Ergrauen der Yakuza hat dazu geführt, dass ein Chef der Yamaguchi-gumi mittlerweile 83 Jahren alt ist. Der Anführer der rivalisierenden Kobe Yamaguchi-gumi ist mittlerweile 79 Jahre alt.

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