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Mitarbeiter eines Pflegeheims in Japan fesselten die Bewohner regelmäßig

In einem Pflegeheim für ältere Menschen wurden die Bewohner regelmäßig gefesselt, um sie so ruhig zu stellen.

Laut der Präfekturverwaltung von Okayama wird der Fall als Missbrauch eingestuft und eine Verwaltungsstrafe gegen den Betreiber Shomei Fukushikai verhängt.

Mitarbeiter des Pflegeheims wollten die Bewohner ruhig stellen

Dem Unternehmen wurde verboten, ab Januar 2021 für ein Jahr neue Bewohner aufzunehmen und die Pflegevergütung wird ab Dezember 2020 für drei Monate um 10 Prozent gesenkt.

Mehr zum Thema:  Mehrzahl der sexuellen Missbrauchsfälle in Japans Pflegeheimen sind gleichgeschlechtlich

Nach Angaben der Präfekturverwaltung haben 22 Mitarbeiter des Pflegeheims „Nankoso“ 13 Bewohnern im Alter zwischen 60 und 90 Jahren für mindestens ein Jahr bis März 2020 Seile um den Bauch gebunden. Die Arbeiter erklärten, dass sie dies taten, um die Bewohner daran zu hindern, ihre Windeln zu entfernen.

Misshandlung durch anonyme Meldung aufgedeckt

Die Misshandlungen kamen im März ans Licht, nachdem eine anonyme Person die Stadtverwaltung über die Zustände in dem Heim informiert hatte.

Die Präfekturverwaltung befragte zwischen Juni und Oktober Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern des Unternehmens zu den Vorwürfen.

Yoshiyuki Watanabe, der Präsident von Shomei Fukushikai kommentierte: „Die Strafe ist sehr hart. Indem wir uns in die Lage der Bewohner versetzen, wollen wir so schnell wie möglich ein offenes Arbeitsumfeld schaffen, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt.“

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