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Mörder einer Familie in Tokyo nach 20 Jahren immer noch auf der Flucht

20 Jahre ist es jetzt her, dass ein Mörder eine vierköpfige Familie in Tokyo umbrachte. Obwohl es viele Hinweise, einschließlich Fingerabdrücke und Blutspuren gibt, konnte der Mordfall immer noch nicht aufgeklärt werden.

Damals äußerte sich die Polizei in Tokyo sehr zuversichtlich den Mord schnell lösen zu können. Damals fand das Metropolitan Police Department eine DNA-Probe eines Mannes und setzt große Hoffnungen in die Fortschritte der forensischen Wissenschaft.

Viele Spuren zum Mörder, aber schlechte Ermittlungsarbeit

Vor 20 Jahren wurde der Firmenangestellte Mikio Miyazawa, seine Frau und ihre Tochter mit einem Küchenmesser erstochen. Der Sohn des Paares wurde erwürgt aufgefunden.

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Der Mord ereignete sich im Haus der Familie im Bezirk Kamisoshigaya in Setagaya am Abend des 30. Dezember 2000 und dem frühen Morgen des folgenden Tages.

Eindeutige Fingerabdrücke und Blut, das vermutlich vom Mörder stammte, wurden am Tatort gesammelt. Das weckte bei den Beamten der Seijo Station des MPD die Hoffnung, dass solche entscheidenden Beweise zum Lösen des Mordes und dem Finden des Mörders führen werden.

Damals sagte ein leitender Beamter: „Das ist ein Verbrecher, den wir fangen können.“

Die Ermittler konzentrierten sich darauf, den Mörder anhand der Fingerabdrücke zu identifizieren, was bis heute allerdings nicht gelungen ist.

Es gibt Kritik, dass die anfänglichen Ermittlungen unzureichend waren. Viele Menschen sind der Meinung, dass die Beamten es versäumt haben, Informationen aus verschiedenen Quellen einzuholen, darunter auch von Leuten aus der Nachbarschaft der Familie.

„Die Ermittler konzentrierten sich zu sehr auf die Fingerabdrücke und versäumten es, Informationen zu sammeln“, so ein leitender Beamte.

Der Mörder ließ viele Dinge am Tatort zurück, darunter ein Sweatshirt, einen Schal und ein Taschentuch, sowie das Küchenmesser, das sich als Tatwaffe herausstellte.

Der Mörder wird auf eine Größe von etwa 170 Zentimetern geschätzt. In Anbetracht der Länge des Gürtels in einer Tasche, die am Tatort zurückgelassen wurde, vermutet die Polizei, dass der Mörder schlank war, wobei die Taille der Person 70-75 Zentimeter messen soll.

Täter soll Ausländer sein

Die Ermittler vermuten außerdem, dass es sich bei dem Mörder um einen Schüler oder Studenten im Alter zwischen 15 und 29 Jahren gehandelt haben könnte, da in dem Beutel Farbstoffe für einen Textmarker gefunden wurden.

Außerdem besteht der Verdacht, dass der Mörder ein Ausländer gewesen sein könnte.

Schuhabdrücke, die am Tatort hinterlassen wurden, wurden als die einer Turnschuhmarke aus Südkorea bestätigt. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Größe der Schuhe in Japan nicht erhältlich war.

DNA-Tests ergaben, dass die Mutter des Mörders möglicherweise europäischer Herkunft ist, so die Ermittler. Dennoch schlossen die Ergebnisse nicht aus, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Japaner handeln könnte.

Es wird angenommen, dass der Mörder das Taschentuch um den Griff des Küchenmessers wickelte, als er die Familie angriff.

Polizei auf den Philippinen sollte helfen

Die Polizei erfuhr, dass dies der Art und Weise ähnelt, wie im nördlichen Teil der Philippinen ein Messergriff mit Stoff umwickelt wird, hauptsächlich bei religiösen Ritualen.

Das MPD bat die philippinische Polizei um Mithilfe bei den Ermittlungen, aber die Polizeibehörde fand keine Hinweise, die ihr bei der Identifizierung des Mörders halfen.

Die Polizei arbeitet immer noch daran, den Aufenthaltsort von ausländischen Staatsangehörigen zu ermitteln, die sich zu der Zeit im Haus der Familie Setagaya aufhielten.

„Den Verdächtigen zu fangen ist alles, was zählt“, sagte ein hochrangiger Beamter. „Wir müssen nachdenken, ohne Vermutungen anzustellen.“

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