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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtOffizielles Maskottchen der Tokyoter Polizei feiert 35. Geburtstag

Peopo soll eine Brücke zwischen Polizei und Bürgern schaffen

Offizielles Maskottchen der Tokyoter Polizei feiert 35. Geburtstag

Offizielle Maskottchen und niedliche Repräsentanten spielen für viele japanische Organisationen und sogar Präfekturen eine bedeutende Rolle. Auch das Metropolitan Police Department Tokyo hat mit Peopo einen solchen Vertreter. „Peopo-kun“, wie er auch gern genannt wird, war eines der ersten Maskottchen, das von einer japanischen Regierungsbehörde geschaffen wurde. Jetzt feierte er seinen 35. Geburtstag.

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Der mittlerweile verstorbene Sadame Kamakura war damals Superintendant der Polizeibehörde und schlug die Gestaltung eines offiziellen Maskottchens vor, um das strenge Image der Polizei aufzuweichen. Die Bürger sollten wieder lieber mit der Polizei in Kontakt treten, außerdem sollte Peopo helfen, die Aufgaben der Beamten in der Öffentlichkeit transparenter zu erklären und die Arbeit der Polizei wieder bekannter zu machen.

Einzigartiges Maskottchen für Tokyos Polizei

Sachiko Uehara, Professorin an der Musashino Universität für Kunst, arbeitete damals in einer bekannten Firma für Werbedesign. Sie wurde beauftragt, eine grundsätzliche Idee für das Maskottchen auszuarbeiten und dabei ein für Japan einzigartiges Wesen zu erschaffen. Ursprünglich dachte Uehara daran, verschiedene Hunderassen als Vorlage für ihre Designs zu verwenden. Die Verantwortlichen bei der Polizeibehörde hatten allerdings Bedenken und baten um eine rein imaginäre Kreatur als Vertreter.

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Peopo wurde schließlich eine bunte Kreatur mit zwei großen Ohren und einer Antenne auf dem Kopf. Die Designerin legte der Polizeibehörde verschiedene Vorschläge vor, unter denen diese den meisten Zuspruch fand. Die mittlerweile 62-jährige Zeichnerin erinnert sich noch heute, dass sie damals ein gutes Gefühl bei dieser Figur hatte. Auch beim damaligen Superintendanten stieß das heutige Aussehen auf große Begeisterung. Uehara haben sich für einen gelborangen Farbton entschieden, weil dieser sofort ins Auge falle. Die Antenne auf dem Kopf sollte die Rolle der Polizei verdeutlichen, zu empfangen, was in der Gesellschaft vor sich geht.

35 Jahre als Vermittler zwischen Bürgern und Polizei

Der Name Peopo stammt vom damaligen Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Metropolitan Police Departments Ando Takaharu, der später zum Leiter der nationalen Polizei-Agentur aufstieg. Der Name setzt sich zusammen aus den ersten Silben der englischen Wörter „People“ und „Police“. Das Maskottchen sollte als Brücke zwischen den Bürgern und der Polizei dienen. Außerdem sollte der ungewöhnliche Name zusätzliche Aufmerksamkeit erregen.

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Am 17. April 1987 wurde Peopo offiziell vorgestellt, deswegen gilt dieser Tag auch als sein Geburtstag. Seitdem ist er auch das Symbol der Polizeibehörde der japanischen Hauptstadt. Die Verantwortlichen investierten viel ins Marketing für ihr Maskottchen, so wurde Peopo-Spielzeug an japanischen Schulen verteilt und ein Comic mit dem auffälligen Wesen produziert und ebenfalls verteilt.

Heute konnte sich Peopo wirklich als offizieller Repräsentant der Tokyoter Polizei durchsetzen und ist bei jungen und alten Bewohnern der Stadt beliebt, was natürlich auch seine Zeichnerin sehr freut. Über Generationen hinweg macht Peopo die Polizei für Anwohner und Besucher nahbarer, auch wenn sein Aussehen bis heute in keine richtige Kategorie passt.

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