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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtOlympischer Freiwilliger soll wegen Fahrerflucht belangt werden

Fall wurde an die Staatsanwaltschaft verwiesen

Olympischer Freiwilliger soll wegen Fahrerflucht belangt werden

MS: Während der Olympischen Spiele häuften sich Berichte von Freiwilligen, die als Fahrdienste für Verkehrsvergehen sorgten. In einem Fall kam es sogar zur Fahrerflucht. Der Helfer soll dafür nun angeklagt werden.

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Am Donnerstag wurde ein 56 Jahre alter Mann an die Staatsanwaltschaft von Tokyo vergeben. Er hat am 1. August einen Verkehrsunfall mit einem Fahrzeug der Olympischen Spiele gebaut und war anschließend vom Unfallort sofort geflohen.

Fahrer gab seinem Job Vorrang

Der Freiwillige, der in Kawasaki lebt, war auf einer Schnellstraße in Tokyo auf einen Lastwagen aufgefahren. Fünf Kilometer weiter stieß der Fahrer mit einem weiteren Fahrzeug zusammen und soll dabei zwei Frauen leicht verletzt haben. Ohne anzuhalten fuhr er von der Straße ab.

Kurze Zeit später konnte er von der Polizei ausfindig gemacht werden. Er erklärte dabei, dass er einen russischen Mitarbeiter der Olympischen Spiele gefahren hat und dass der Transport der Person für ihn Vorrang hatte. Er gab dabei auch zu, dass er die Unfälle gebaut hat und geflohen ist.

Freiwilliger war krank

Bei einer späteren Befragung stellte sich heraus, dass es dem Mann gesundheitlich nicht gut ging. Er hatte nach eigenen Angaben kurz vor dem Unfall Bauchschmerzen und fühlte sich schwindelig. Eine anschließende ärztliche Untersuchung ergab, dass er ein Bauchaortenaneurysma hatte. Wie weit sich das auf den möglichen Gerichtsprozess auswirkt, ist noch nicht klar.

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Der Unfall sorgte dafür, dass die Polizei von Tokyo das Olympische Organisationskomitee direkt aufforderten, für mehr Sicherheit zu sorgen. Während des Events kam es zu mindestens 50 Unfällen, bei denen es auch Verletzte gab. Zu schweren Vorfällen kam es glücklicherweise nicht.

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