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Angestellter wurde suspendiert

Osaka Stadtangestellter mobbt Mitarbeiterin wegen ihrer Schwangerschaft

In Japan wird versucht, Schwangere so gut es geht zu unterstützen. Ein Stadtangestellter aus Osaka hat jedoch kein Verständnis für werdende Mütter und mobbte über Monate eine Mitarbeiterin wegen ihrer Schwangerschaft.

Bei dem Mann handelt es sich um einen 58 Jahre alten leitenden Angestellten der Politkförderungsabteilung des Bezirksbüros von Sumiyoshi. Laut der Stadtregierung hat er eine Mitarbeiterin wiederholt wegen ihrer Schwangerschaft gemobbt und verbal misshandelt.

Schwangerschaft war ein Problem

Als die Frau ihm im Februar 2017 die Schwangerschaft bestätigte, sagte er zu ihr, dass es der schlechteste Zeitpunkt dafür sei und dass ihr klar sein soll, was für unangenehme Auswirkungen das auf die Arbeit hat. Zuvor hatte er ihr bereits vorgeschrieben, in welchen Monaten sie schwanger werden sollte und erklärte ihr, dass sie in dem Zeitraum in eine andere Abteilung wechseln kann.

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Das Mobbing wurde bekannt, nachdem die Frau es der Stadtregierung gemeldet hatte. Bei einer anschließenden Befragung stritt der Mann die Anschuldigungen nicht ab. Er erklärte jedoch, dass er die Frau wie eine Tochter mag und die Sachen nur ihr zu Liebe gesagt hat. Genauer erklärte er das allerdings nicht.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass nicht nur die Frau Opfer von Machtmissbrauch wurde. Ein anderer Mitarbeiter wurde unter anderem gezwungen auf die Knie zu gehen und sich zu entschuldigen. Aufgrund des Verhaltens wurde der Angestellte von der Stadt für drei Monate suspendiert.

Osakas Bürgermeister verspricht Besserung

Der Bürgermeister von Osaka, Ichiro Matsu, äußerte sich zu dem Vorfall vor der Presse. Sie arbeiten daran das Verhalten in den Regierungsbüros zu ändern. Es sei aber eine große Organisation und wie es aussieht, sind einige Mitarbeiter nicht in der Lage ihre Denkweisen zu ändern. Matsu versprach deswegen, dass sie ihre Bemühungen verbessern werden.

Letzten Juni trat in Japan landesweit ein Gesetz gegen Belästigungen und Machtmissbrauch am Arbeitsplatz in Kraft. Es wurde damit auf die zahlreichen Vorfälle in der Vergangenheit reagiert, bei denen Mitarbeiter durch Vorgesetzte physisch und psychisch misshandelt wurden. Bisher kommen Unternehmen und auch Regierungseinrichtungen nur langsam mit den Maßnahmen voran.

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