Anzeige
HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtPolizei in Japan geht erneut gegen QAnon-Aktivisten vor

Die Polizei wurde wieder aktiv.

Polizei in Japan geht erneut gegen QAnon-Aktivisten vor

Die Polizei in Japan hat erneut Haftbefehle gegen mehrere Mitglieder von YamatoQ, einer QAnon-Gruppe in Japan, erlassen, weil sie in ein Impfzentrum für Kinder in Shinjuku eingedrungen sind.

Anzeige

Gegen den Chef und vier Mitglieder der Verschwörungstheoretiker wird bereits wegen Hausfriedensbruch ermittelt, da sie Anfang April ein Impfzentrum gestürmt haben.

QAnon-Aktivisten stürmen Impfstellen für Kinder in Japan

Laut der Polizei sollen die QAnon-Aktivisten am Ende März ein Impfzentrum für Kinder im Sportkomplex Genkikan im Bezirk Toyama eingedrungen sein.

LESEN SIE AUCH:  QAnon gewinnt immer mehr Anhänger in Japan

Dort sollen sie das medizinische Personal umringt und gebrüllt haben „Stoppt die illegalen Impfungen sofort“ und „Kennt ihr Q nicht?“. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehr als 20 Kinder in dem Gebäude.

Die QAnon-Aktivisten wurden anschließend von der Polizei zum Gehen überredet, aber die Impfungen wurden für eine Stunde unterbrochen.

Anzeige

Am 7. April wurden vier Mitglieder, darunter auch der Anführer der vermeintlichen Aktivisten, verhaftet, da sie in eine Klinik eingedrungen sind, die ebenfalls Kinder impft.

Verschwörungstheoretiker in Japan eher im Internet unterwegs

Anders als in den USA und in Deutschland sind Verschwörungstheoretiker in Japan eher selten in der Öffentlichkeit unterwegs und verbreiten ihre Theorien eher im Internet. Aber QAnon findet auch dort immer mehr Anhänger.

Die Anhänger glauben den Worten von Q, der seit 2017 Verschwörungstheorien, teilweise mit rechtsextremem Hintergrund, im Internet verbreitet. Dabei gelten die bekannten Narrative: Donald Trump kämpft gegen einen „Deep State“ und will die Menschheit retten und neuerdings auch, dass Wladimir Putin für die Menschheit kämpft.

YamatoQ gibt es bereits seit geraumer Zeit in Japan, die selbst ernannten QAnon-Aktivisten behaupten, dass der Impfstoff einen Keim einer Krankheit enthält, der dem Körper schadet und auch sie sehen Donald Trump als Weltretter an. Gleichzeitig verurteilen sie die Maßnahmen gegen Russland und sehen die Invasion der Ukraine als gerechtfertigt an.

Anzeige
Anzeige