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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtPolizei verstärkt Schutz in Fukuoka vor der Yakuza

Spezielle Abteilung soll Opfer und Informanten schützen

Polizei verstärkt Schutz in Fukuoka vor der Yakuza

Die Polizei in der Präfektur Fukuoka hat den Schutz für Zivilisten, die in das Visier der Yakuza-Gruppe Kudo-kai geraten sind. Die Gruppe wird als einziges Verbrechersyndikat eingestuft, das gefährlich ist.

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Die Verstärkung der Schutzmaßnahmen resultiert aus dem Todesurteil für den Chef der Gruppe im August. Bereits der Vorsitzende Richter wurde nach der Verurteilung bedroht.

Polizei schützt Informanten und Opfer

Das Büro für Schutzmaßnahmen der Abteilung für organisierte Kriminalität der Polizei der Präfektur Fukuoka besteht etwa aus 100 Beamten, die auf Kampfsport spezialisiert sind. Die Polizei wird Personen, darunter Informanten und Opfer der Yakuza-Gruppe, überwachen. Dafür werden diese Personen mit GPS-Geräten ausgestattet.

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Das Büro für Schutzmaßnahmen wurde im März 2013 gegründet und ist das Erste seiner Art in Japan. Die Polizei reagierte damit auf eine Reihe von Angriffen der Kudo-Kai auf Gaststättenbetreiber und Taxifahrer.

Der Start der neuen Einheit verlief allerdings nicht ohne Probleme. Zwar konnten bedrohte Personen geschützt werden, aber die Yakuza nahm daraufhin die Familien und Freunde ins Visier.

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Nach einem Mord im Mai 2014 wurden die Bemühungen, die Aktivitäten der Kudo-Kai weiter einzuschränken, verstärkt. Darunter die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen, um auch Familien und Freunde von bedrohten Personen schützen zu können.

Im September 2014 führten mehrere Razzien dazu, dass der Anführer der Yakuza-Gruppe festgenommen wurde. Nachdem er im August zu Tode verurteilt wurde, bedrohte er den Vorsitzenden Richter, was dazu führte, dass die Polizei der Präfektur den Schutz von Personen, die mit dem Fall zu tun hatten, verstärkte.

Verstärkte Präsenz soll Yakuza in Schach halten

Zudem wurden Richter und Staatsanwälte in verschiedene Regionen des Landes versetzt, um sie dem Zugriff der Kudo-Kai zu entziehen. Gleichzeitig wurden in Gebieten, in denen die Yakuza-Gruppe besonders aktiv ist, Überwachungskamera verteilt, um verstärkte Präsenz zu demonstrieren.

Kazuhiko Maeda, Leiter des Büros für Schutzmaßnahmen der Präfekturpolizei Fukuoka, erklärte: „Es wird in Zukunft mehr Anhörungen in Kudo-kai-Verfahren geben. Wir werden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit unserer Einwohner zu gewährleisten.“

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