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Home News Kriminalität & Recht Polizei von Hyogo nimmt Männer wegen Verkauf von "Pille danach" fest

Verhütungsmittel wurde teuer weiterverkauft

Polizei von Hyogo nimmt Männer wegen Verkauf von „Pille danach“ fest

MS – Eigentlich ist es in Japan nicht besonders schwer an Verhütungsmittel heranzukommen. Eine Ausnahme bildet die Pille danach, die es zurzeit nur in Apotheken auf Rezept gibt. In Kobe wurden deswegen nun vier Männer festgenommen, die illegal die Pille angeboten hatten.

Die Polizei von Hyogo nahm am Donnerstag die drei Manager eines Sexgewerbes im Unterhaltungsviertel von Fukuhara von Kobe fest. Ebenfalls gab es eine Festnahme des Betreibers. Allen wird der illegale Weiterverkauf der Pille danach an ihre Mitarbeiterinnen vorgeworfen.

Tausende Pillen heimlich weiterverkauft

Sie haben damit gegen das Gesetz zur Sicherung von Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Produkten einschließlich Pharmazeutika und Medizinprodukten verstoßen. Insgesamt waren sie im Besitz von 923 Pillen, die an drei Einrichtungen des Betreibers ab 19. Juni verkauft werden sollten.

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Die Polizei geht dazu davon aus, dass sie auch ohne Erlaubnis 42 reguläre Anti-Baby-Pillen am 30. Mai für etwa 24 Euro verkauft haben, die nicht in Japan zugelassen sind. Nach Angaben der Abteilung für Verbraucher- und Wirtschaftskriminalität der Präfekturpolizei soll die Gruppe ab Januar 2019 über eine Importseite 3.000 Pillen gekauft haben, um sie fast zum doppelten Preis zu verkaufen.

Pille danach soll frei zugänglich sein

Der genaue Preis wurde nicht bekannt gegeben und es ist auch nicht bekannt, wie viel die Männer durch die Pillen eingenommen haben. Alle vier Männer gaben die Vorwürfe bereits zu. Eine Erklärung von ihnen wurde nicht veröffentlicht.

Allgemein dürfen in Japan nur zugelassenen Notfall-Verhütungspillen verkauft werden und auch nur mit einer ärztlichen Verschreibung. Viele kritisieren die Methode, da in den meisten anderen Ländern Frauen die Pille danach einfach so kaufen können. Nachdem es bereits mehrere Forderungen von Experten gegeben hatte, überlegt die Regierung nun die Regelungen zu lockern und sich dem allgemeinen internationalen Standard anzupassen.

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